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Gründungsdatum: 1914
Anschrift: Victor Civita 66, Bloque 1 - Edificio 5 - 5 Andar Barra da Tijuca Brazil
Telefon: +55-21-38703610 -
Fax: +55-21-3870 3612
E-Mail: cbf@cbffutebol.com.br
Offizielle Website: http://www.cbfnews.com.br
Präsident: Ricardo Teixeira
Erstes Ausrufezeichen 1934
Das erste verzeichnete Spiel der Selecao geht bis an die Anfänge des 20. Jahrhunderts zurück. 1914 traf eine Auswahl aus Rio de Janeiro und Sao Paulo auf den englischen Klub Exeter City. Brasilien gewann mit 2:0. Im Vergleich zum späteren Glanz der Truppe waren die frühen Auftritte alles andere als glorreich, da dem Fußball in Brasilien damals noch professionelle Strukturen fehlten. Auch innerhalb der Verbände der Bundesstaaten Sao Paulo und Rio de Janeiro gab es Streitigkeiten, sodass die Mannschaft bei den Weltmeisterschaften 1930 und 1934 früh ausschied. Bei der WM 1938 in Frankreich sorgte die Selecao für das erste Ausrufezeichen im Weltfußball mit einem dritten Platz. Leonidas da Silva wurde bester Torschütze des Turniers und traf in einem Spiel sogar viermal.
„Maracanazo“ bei der Heim-WM
Brasilien war Gastgeber der ersten WM nach dem zweiten Weltkrieg im Jahr 1950. In Europa waren die Nachwehen des Schreckens noch zu spüren, während die Südamerikaner mit starken Mannschaften aufwarteten. Im entscheidenden Spiel trafen der haushohe Favorit aus Brasilien und der Außenseiter aus Uruguay aufeinander. Im prallgefüllten Maracana-Stadion ging der Gastgeber, dem ein Unentschieden gereicht hätte, mit 1:0 in Führung, doch die Urus drehten das Spiel und sorgten für die schmerzhafteste Niederlage in der Geschichte der Selecao. Bekannt geworden ist dieser Tag als „Maracanazo“. 1954 in der Schweiz war schon im Viertelfinale gegen die Ungarn Schluss. Das Spiel ging als eines der brutalsten Fußballspiele und als „Schlacht von Bern“ in die Geschichte ein. Deutschland machte es im Finale besser und wurde Weltmeister.

Pelé sorgt für den ersten Streich
Vicente Feola, WM-Trainer von 1958, zog ein straffes Regiment auf und stellte eine Liste von 40 verbotenen Dingen auf. Darunter zählte zum Beispiel auch das Tragen von Hüten oder Regenschirmen. Im wichtigen Spiel gegen die UDSSR Schlug zum ersten Mal die Stunde vom jungen Pelé. Zusammen mit Zito und Garrincha durfte er gegen den Turnierfavoriten von Beginn an ran und sein Stern ging auf. Im Finale schlug Brasilien damals Gastgeber Schweden mit 5:2 und wurde zum ersten Mal Weltmeister. Garrincha und Pelé waren auch vier Jahre später die bestimmenden Akteure, die die Selecao zum zweiten Titel führten.
Die Schmach von '66
Die WM 1966 war dagegen nicht von Erfolg geprägt: Die brasilianischen Vereinsmannschaften wollten ihre Spieler unbedingt in der Nationalelf sehen und so ließ Vicente Feola zeitweise mit 46 Spielern trainieren. Die 22, die am Ende in England spielen durften, hielten dem nervlichen Druck nicht stand und sorgten für ein frühes Ausscheiden. 1970 in Mexiko gelang die Wiedergutmachung: Mit der vielleicht besten Mannschaft aller Zeiten mit Kapitän Carlos Alberto, Jairzinho, Gerson und Rivelino holte sich Brasilien zum dritten Mal den WM-Pokal und durfte diesen daraufhin behalten. 1974 in den Niederlanden, einige Stars wie der große Pelé war inzwischen aus der Nationalelf zurückgetreten, reichte es am Ende nur zu einem vierten Platz.

Das „Sarrias Disaster“
Die WM 1978 sorgte bei den Brasilianern für einige Misstöne. Mit Argentinien rang die Selecao um den Platz im Finale, allerdings sollte sich den die Albiceleste holen durch ein 6:0 gegen Peru. Die Brasilianer witterten den Verdacht, dass der peruanische Torwart Ramon Quiroga, gebürtiger Argentinier, mit Absicht so viele Gegentreffer zugelassen hatte. Bis dato hatte Peru im gesamten Turnier nur sechs Tore kassiert. So wurde Brasilien ungeschlagen Dritter durch ein 2:1 über Italien. 1982 in Spanien ging Brasilien als Favorit ins Turnier und zog leicht mit tollem Fußball in die zweite Finalrunde ein. Nach einem 3:1 gegen Argentinien hätte ihnen ein Unentschieden für das Halbfinale erreicht, aber Paolo Rossi warf die Selecao mit drei Treffern beim 3:2-Sieg Italiens eigenhändig aus dem Turnier. Dieses Spiel bezeichnen die Brasilianer immer noch als „Sarrias Disaster“ in Anlehnung an das Stadion, wo das Spiel stattfand. Dennoch ging die damalige Mannschaft mit Spielern wie Socrates, Zico und Falcao in die Geschichte ein. Obwohl man auch 1986 in Mexiko an die starken Leistungen von vor vier Jahren anknüpfen konnte, schied die Selecao im Viertelfinale unglücklich nach Elfmeterschießen gegen Frankreich aus.
24 lange Jahre haben ein Ende
Bei der WM 1990 in Italien trafen sich wieder einmal die Wege von Brasilien und Argentinien. Brasilien war bis dato mit einer ungewohnt defensiven Spielweise um Defensivspezialist Dunga ins Achtelfinale gekommen, scheiterte dort aber am Rivalen trotz der besten Turnierleistung. Claudio Caniggia erzielte damals den einzigen Treffer der Partie nach Zuspiel vom großen Diego Maradona. Nach langen 24 Jahren sollte es 1994 in den USA wieder soweit sein: Im Finale gegen Italien musste das Elfmeterschießen entscheiden. Roberto Baggio schoss den entscheidenden Elfmeter über die Latte und machte Brasilien zum vierten Mal zum Weltmeister.

Die drei „R's“ sorgen für Nummer Fünf
Auch vier Jahre später in Frankreich packte es die Selecao bis ins Finale. Dieses Mal war der Gastgeber aber zu stark. Zindedine Zidane zerstörte mit zwei Kopfballtoren den brasilianischen Traum vom fünften WM-Titel. Ronaldo hatte wenige Stunden vor dem Spiel einen epileptischen Schock erlitten und stand trotzdem in der Startelf. Einer der Kritikpunkte an Trainer Mario Zagallo. Drei „R's“ sorgten 2002 für neue Jubelstürme am Zuckerhut: Ronaldo, Ronaldinho und Rivaldo marschierte ungeschlagen durchs Turnier und schlug im Finale Deutschland nach einem Fehler von Oliver Kahn mit 2:0. 2005, ein Jahr vor der WM in Deutschland, holte sich Brasilien zum zweiten Mal nach 1997 den Konföderationen-Pokal durch einen glanzvollen 4:1-Sieg gegen Argentinien.
Dunga soll es richten
2006 sollten Ronaldo, Adriano, Kaká und Ronaldinho für Zauber und Furore sorgen, doch die Selecao wirkte zu keiner Zeit frisch und vorbereitet. Anstatt in souveräner Manier zum sechsten Mal den WM-Titel in die Höhe zu recken, war schon im Viertelfinale Schluss. Wieder war Frankreich zu stark. Die Mannschaft wurde daraufhin von Fans und Medien kritisiert. Um es 2010 in Südafrika besser zu machen, engagierte der Verband den Weltmeister von 1994, Carlos Dunga als Nationaltrainer. Dunga steht für eine gefestigte Defensive und weniger für glanzvollen Zauberfußball. Auch Stars wie Ronaldinho und Kaká sind nur Spieler wie alle anderen, was der Spielmacher vom AC Mailand bitter erfahren musste. Die WM findet ohne Ronaldinho statt. Die Generalprobe gelang: 2009 gewann die Selecao zum dritten Mal den Konföderationen-Pokal.

Weltmeister: 1958, 1962, 1970, 1994, 2002
Vize-Weltmeister: 1950, 1998
Dritter Platz: 1938, 1978
Vierter Platz: 1974
Erfolge bei der Copa América

Sieger: 1919, 1922, 1949, 1989, 1997, 1999, 2004, 2007
Zweiter Platz: 1921, 1925, 1973, 1945, 1946, 1953, 1957, 1959, 1983, 1991, 1995
Erfolge beim FIFA-Konföderationenpokal

Sieger: 1997, 2005, 2009
Zweiter Platz: 1999
Erfolge bei den Panamerika-Meisterschaften
Sieger: 1952, 1956
Erfolge bei den Olympischen Spielen

Silbermedaille: 1984, 1988
Bronzemedaille: 1996, 2008
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| CoAm | Brasilien - Paraguay | 0 - 0 |
| CoAm | Brasilien - Ecuador | 4 - 2 |
| CoAm | Brasilien - Paraguay | 2 - 2 |
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| WM10 | Niederlande - Brasilien | 2 - 1 |
| WM10 | Brasilien - Chile | 3 - 0 |
| WM10 | Portugal - Brasilien | 0 - 0 |
| WM10 | Brasilien - Ivory Coast | 3 - 1 |
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| Spieler | Tore | Elfmeter | |
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Neymar Santos Júnior
Angriff Brasilien |
2 | 0 |
