Argentinien

Gründungsdatum: 1893

Anschrift: Viamonte 1366/76 Argentina

Telefon: +54-11-43727900

Fax: +54-11-43754410

E-Mail: info@afa.org.ar

Offizielle Website: http://www.afa.org.ar

Präsident: Julio Humberto Grondona

Stadion: Estadio Antonio Vespucio Liberti, Buenos Aires

Geschichte
Teilnahme an der ersten WM 1930
Das erste Länderspiel der argentinischen Nationalmannschaft stieg am 16. Mai 1901 gegen Uruguay und konnte in Montevideo mit 3:2 gewonnen. Nach der Taufe der Copa America im Jahr 1916 wurde der kontinentale Titel innerhalb von acht Jahren gleich vier Mal gewonnen (1921, 25, 27, 29). Das erste Aufeinandertreffen mit einem europäischen Team fand erst 1928 bei den Olympischen Spielen in Amsterdam gegen Portugal statt und endete torlos 0:0. Im Finale unterlag die Albiceleste dem damaligen Dauerrivalen Uruguay. Und auch zwei Jahre später gab es bei der ersten Weltmeisterschaft im Finale eine Niederlage gegen die Urus. Argentinien verlor trotz 2:1-Führung vor über 90.000 enthusiastischen Zuschauern im legendären Centenario-Stadion von Montevideo mit 2:4. Die stolze Fußballnation musste lange 48 Jahre auf das nächste Finale warten.
Harte Jahre geprägt von Boykotts
Für die Weltmeisterschaft 1934 ließen die damals bereits professionellen Vereine ihre Spieler nicht auf die lange Schiffsreise zur WM nach Italien und so reiste die Albiceleste mit einem Team aus Amateuren nach Europa. Die Leistungen der blutjungen Mannschaft lagen weit über den Erwartungen, aber dennoch kam wie selbstverständlich das frühe Aus in der Vorrunde. Vier Jahre später bewarb man sich für die Austragung der Weltmeisterschaft und machte sich aufgrund des vom Weltverband anvisierten Zyklus Europa/Südamerika berechtige Hoffnungen auf eine Gastgeberrolle. Als die Titelkämpfe aber überraschend an Frankreich gingen, verzichtete man kurzerhand auf eine Teilnahme. Und das obwohl man 1937 in beeindruckender Weise die Copa America gewonnen hatte.

Wegen politischer Gründe verzichtete man auch auf die Teilnahme an den ersten beiden Weltmeisterschaften nach dem 2. Weltkrieg in Brasilien (1950) und in der Schweiz (1954). In dieser für das Team WM-losen Zeit (von 1937 bis 1957) holte Argentinien gleich sieben Mal die Südamerika-Meisterschaft. In den Folgejahren qualifizierten sich die Argentinier für die Welttitelkämpfe, bis auf 1970, wo die Qualifikation für die Spiele in Mexico verpasst wurde.
Aus gegen England 1966 legendär
Die Mannschaft schied 1966 im Viertelfinale gegen Gastgeber England mit 0:1 aus. Für den Aufreger  des Spiels sorgten jedoch zwei andere Akteure. Denn als der deutsche Referee Rudolf Kreitlein dem argentinischen Kapitän Antonio Rattin bereits nach 35 Minuten die rote Karte zeigte, wollte der den Platz nicht verlassen und musste nach einer neun-minütigen Spiel-Unterbrechung von Polizisten vom Platz geführt werden. Legendär wie er sich an einer britischen Flagge noch die Hände abwischte und sich später auf dem roten Teppich der Königin niederließ. Rattlin ist heute noch berühmt dafür.
Weniger berühmt waren die Leistungen der Nationalelf in den folgenden Jahren. Für die WM in Mexiko verpasste man wie bereits erwähnt die Qualifikation und 1974 ging man sang- und klanglos in der Zwischenrunde unter, kassierte u.a ein 0.4-Debakel gegen die Niederlande.
Erster WM-Titel in der Heimat
An den Niederlanden rächten sich die Argentinier vier Jahre später, als die Oranje im Finale in der Verlängerung mit 3:1 besiegt werden konnte. Auf dem Weg zum WM-Titel ging es jedoch sehr dramatisch zu. In der Zwischenrunde traf man auf Brasilien und trennte sich vom Erzfeind und größten Konkurrenten 0:0, so dass am letzten Spieltag eine Entscheidung her musste. Unglücklicherweise fanden die Spiele damals noch nicht gleichzeitig statt, so dass Argentinien vorm letzten Spiel genau wusste, mit welchen Ergebnis sie an den punktgleichen Brasilianern aufgrund des besseren Torverhältnisses vorbei und ins Finale einziehen konnten. Und Argentinien schaffte gegen Peru statt des erforderlichen Sieges mit vier Toren Unterschied sogar ein 6:0. Bis heute hält natürlich sich vor allem in Brasilien hartnäckig ein Manipulationsverdacht.

Bitteres Aus in Spanien als Titelverteidiger
Titelverteidiger Argentinien reiste vier Jahre später nach Spanien allein mit dem festen Glauben daran, die Trophäe wieder mit in die Heimat zu nehmen. Das Team galt mit dem Stamm des 78er Kaders plus Ausnahmetalent Diego Maradona und Top-Stürmer Jorge Valdano als noch besser und stärker als beim WM-Gewinn vor eigenem Publikum. Doch schon der Auftakt ging völlig in die Hose, als es gegen Vize-Europameister Belgien eine 0:1-Auftaktniederlage gab. In der Zwischenrunde kam dann das Aus, als es gegen Brasilien und Italien zwei Niederlagen hagelte und frühzeitig die unerwartete Heimreise angetreten werden musste.
Stern Maradonas
Bei der WM in Mexiko ging dann der Stern Diego Maradonas endgültig auf. Legendär natürlich sein Jahrhunderttor im Viertelfinale gegen England, als er nach einem Dribbling über 70 Meter einschoss und natürlich die Hand Gottes, dem legendärsten Schummel-Tor in der Geschichte des Fußballs, als der 1,66 m große Diego zum Duell mit Englands Torwart Shilton hochstieg und den Ball mit der Hand ins Tor beförderte. Der tunesische Schiedsrichter Bennaceur hatte als einer von wenigen der über 100.000 Zuschauer im Azteca-Stadion nichts gesehen. Im Finale siegte Argentinien gegen Deutschland mit 3:2 und sicherte sich zum zweiten Mal innerhalb von acht Jahren den Titel.

Triple in Italien verpasst
In Italien sollte 1990 der dritte Titelgewinn perfekt gemacht werden und der schien greifbar nahe, nachdem im Halbfinale Gastgeber Italien im Elferschiessen besiegt worden war und im Endspiel Deutschland als Gegner wartete. Doch ein umstrittener Elfer für Deutschland verhinderte den WM-Titel.
Leidenszeit begann, der Untergang von Maradona
In den USA sorgte Maradona für Negativ-Schlagzeilen, als ihm der Gebrauch von Kokain nachgewiesen wurde und er vom Turnier ausgeschlossen wurde. Bis dahin hatte Argentinien mit Siegen gegen Griechenland und Argentinien zu überzeugen gewusst, scheiterte dann aber ohne Maradona im Viertelfinale an Rumänien. Die Niederlage bedeutete nicht nur das WM-Aus, sondern auch das Aus für Trainer Alfio Basile. Vier Jahre später versuchte sich Daniel Alberto Passarella als Trainer der Albiceleste scheiterte jedoch im Viertelfinale an den Niederlanden und vor allem an Dennis Bergkamp, der Argentinien mit einem Traumtor kurz vor Spielende erlegte. Über die WM 2002 in Südkorea/Japan hüllt man in Argentinien gern den Mantel des Schweigens. Denn in Asien kam das Aus bereits in der Vorrundengruppe, als man in der Gruppe mit Schweden, England und Nigeria nur Dritter wurde und frühzeitig die Heimreise antreten durfte. Mit großen Ambitionen ging es dann 2006 nach Deutschland, wo es die große Ernüchterung im Viertelfinale kam, als man als favorisiertes Team im Elfer-Schiessen den Kürzen zog.

Schleppende Quali für Südafrika

Die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Südafrika verlief alles andere als einfach und Argentinien zitterte bis zum Schluss um die Teilnahme, die erst mit zwei Last-Minute Siegen gegen Peru und Uruguay perfekt gemacht werden konnte. Apropos Uruguay. Argentinien ist gemeinsam mit Uruguay gemessen an internationalen Titeln die erfolgreichste Nationalmannschaft der Welt.
Trophäenschrank
Erfolge bei Weltmeisterschaften        Weltmeister: 1978, 1986Vize-Weltmeister: 1930, 1990

Erfolge bei Copa America
Siege: 1921, 1925, 1927, 1929, 1937, 1941, 1945, 1946, 1947, 1955, 1957, 1959, 1991, 1993

Erfolge beim FIFA-Konföderationenpokal Siege im Konföderationen-Cup: 1992

Erfolge bei Olympischen Spielen

Olympia-Gold: 2004, 2008Olympia-Silber: 1928, 1996
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