Arsenal und Atletico zittern sich ins Halbfinale, Salzburg schafft die Wende gegen Lazio
Arsenal und Atletico müssen trotz klarer Hinspielsiege lange um das Weiterkommen zittern. Salzburg dreht indes spät auf und wirft Lazio raus.

Der FC Arsenal ist trotz einer schwachen Leistung mit einem 2:2 bei ZSKA Moskau ins Halbfinale der Europa League eingezogen. Die Gunners konnten sich ebenso auf ihr Hinspiel-Ergebnis (4:1) verlassen wie Atletico Madrid, den Spaniern reichte nach dem 2:0 im Hinspiel eine 0:1-Niederlage bei Sporting in Lissabon, um das Weiterkommen in die Runde der letzten Vier perfekt zu machen.

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Dorthin hat es überraschend auch der FC Salzburg geschafft. Die Österreicher gewannen das Rückspiel gegen Lazio Rom (Hinspiel: 2:4) vor heimischer Kulisse mit 4:1 und stehen damit im Halbfinale.

ZSKA Moskau - FC Arsenal 2:2 (1:0, Hinspiel: 1:4)

Tore: 1:0 Chalov (39.), 2:0 Nababkin (50.), 2:1 Welbeck (75.), 2:2 Ramsey (90.+2)

Durch ein Unentschieden im Europa-League-Rückspiel gegen ZSKA Moskau hat der FC Arsenal seine Chance auf die Teilnahme an der Champions League gewahrt. Die Londoner kamen in Moskau zu einem schmeichelhaften 2:2 (0:1), nachdem das Team um Mittelfeldstratege Mesut Özil im Hinspiel mit 4:1 klar dominierte. Nur falls die Gunners bei ihrer ersten Teilnahme an der Europa League das Finale am 16. Mai in Lyon gewinnen, würden sie kommenden Saison in der Königsklasse spielen.

Moskau ging nach zwei schlecht abgewehrten Bällen von Arsenal-Torhüter Peter Cech mit 2:0 in Führung und setzte Arsenal dauerhaft unter Druck und hatte mehrere Möglichkeiten, auf 3:0 zu erhöhen. In der 75. Minute erzielte Arsenal-Stürmer Danny Welbeck nach einem sehenswertem Zuspiel von Mohamed Elneny das wichtige 1:2, das dem Team von Manager Arsene Wenger zum Weiterkommen reichte. Aaron Ramsey erzielte in der Nachspielzeit den 2:2-Endstand.  

Weltmeister Skhodran Mustafi stand bei Arsenal in der Startelf. Per Mertesacker saß auf der Bank und kam nicht zum Einsatz. Die Partie wurde vom deutschen Schiedsrichter Felix Zwayer geleitet.

Sporting - Atletico Madrid 1:0 (1:0, Hinspiel: 0:2)

Tore : 1:0 Montero (28.)

Spaniens Vizemeister Atletico Madrid darf weiter auf den Einzug in sein fünftes Europapokal-Endspiel binnen acht Jahren hoffen. Im Viertelfinal-Rückspiel der Europa League unterlag die Mannschaft von Trainer Diego Simeone zwar 0:1 (0:1) bei Sporting Lissabon. Der knappe Sieg durch den Treffer von Fredy Montero (28.) reichte Sporting aber nicht mehr zum ersten Einzug in die Runde der letzten Vier seit 2012. 

Das Hinspiel hatte Atletico, Europa-League-Sieger von 2010 und 2012, daheim gegen schwache Portugiesen 2:0 gewonnen. Danach hatte Sporting-Präsident Bruno de Carvalho aus Zorn über die Leistung seiner Mannschaft die Suspendierung von 19 Stammspielern angekündigt. Zu der Maßnahme kam es nach Vorstandsbeschluss aber nicht, schon am Wochenende gegen Pacos de Ferreira spielte Sporting in gewohnter Besetzung.   

FC Salzburg - Lazio Rom 4:1 (0:0, Hinspiel: 2:4)

Tore : 0:1 Immobile (55.), 1:1 Dabbur (56.), 2:1 Haidara (72.), 3:1 Hwang (74.), 4:1 Lainer (76.)

Dortmund-Bezwinger RB Salzburg hat das Halbfinale der Europa League erreicht und ist damit als erster österreichischer Klub nach Rapid Wien 1996 in ein europäisches Semifinale eingezogen. Im Rückspiel der Runde der letzten Acht gewann die Mannschaft des deutschen Trainers Marco Rose vor eigenem Publikum gegen Lazio Rom dank einer Leistungssteigerung nach der Pause mit 4:1 (0:0) und machte damit das 2:4 aus dem Hinspiel wett. 

Munas Dabbur (56.) glich die Gäste-Führung durch den ehemaligen Dortmunder Ciro Immobile (55.) aus, ehe Amadou Haidara (72.), Hwang Hee-Chan(74.) und Stefan Lainer (76.) binnen vier Minuten die Partie endgültig zu Gunsten der Gastgeber drehten. Immobile hatte im ersten Abschnitt die beste Lazio-Chance vergeben (43.), beim Stand von 1:1 traf Salzburgs Xaver Schlager außerdem den Pfosten (66.).

Rapid hatte vor 22 Jahren sogar das Endspiel im Europapokal der Pokalsieger erreicht und war damals an Paris St. Germain gescheitert. Salzburg hatte im Achtelfinale bereits Borussia Dortmund nach einem Sieg und einem Remis ausgeschaltet.

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