Werder Bremen erkämpft Punkt beim VfL Wolfsburg
Die erste Halbzeit ging an Wolfsburg, die zweite an Werder. Am Ende steht zwischen VfL und Bremen eine gerechte Punkteteilung. Die Analyse.

Werder Bremen hat sich am 5. Bundesliga-Spieltag einen Punkt beim VfL Wolfsburg gesichert. Die Bremer kamen nach dem knappen Pausenrückstand durch Fin Bartels noch zum 1:1-Ausgleich.

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Der VfL verdiente sich die Führung in der ersten Halbzeit in mehrfacher Hinsicht: Wolfsburg war im 4-2-3-1 das deutlich aktivere Team, kam auf 74 Prozent Ballbesitz und gewann die Mehrzahl der Zweikämpfe (57 Prozent).

Besonders die Geschwindigkeit auf den Außenbahnen stellte die Gäste vor Probleme, sinnbildlich war dafür das 1:0 durch den ersten Bundesliga-Treffer von Leihgabe Divock Origi.

Werder dagegen enttäuschte und kam nur zwei Mal wirklich gefährlich vor das Tor der Wölfe. Dann fehlte dort aber die Präzision beim letzten Pass. Das galt auch für den Rest des Spielfelds, zur Pause brachte der SVW nur schwache 60 Prozent seiner Zuspiele an den Mitspieler.

Das Spielgeschehen änderte sich schlagartig nach der Pause: Nouri brachte in Belfodil einen echten Stürmer, Bartels rückte auf den Flügel. Sofort kam Werder zu zwei hochkarätigen Chancen und wenig später dem verdienten Ausgleich.

Die Partie kippte zusehends, von Wolfsburg kam offensiv nichts mehr. Bremen stellte den Aufbau des VfL zudem nun frühzeitig zu, das Spiel über die Außen erlahmte. Nach dem Bremer Ausgleichstreffer gab der VfL 27 Minuten lang keinen einzigen Schuss mehr ab.

Werder muss sich vorwerfen lassen, die guten Möglichkeiten nicht genutzt zu haben. Aufgrund der Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt sowie der großen Wolfsburger Passivität wäre ein Bremer Sieg verdient gewesen.

Die Daten zum Spiel

Tore: 1:0 Origi (28.), 1:1 Bartels (56.)

  • Wolfsburg traf in 40 Bundesligaduellen gegen Werder 74 Mal - so oft wie keinen anderen Gegner. In den letzten 14 Bundesligaspielen gegen den VfL blieb Werder nie ohne Gegentor und kassierte insgesamt 33 Gegentreffer - 2,4 pro Spiel.
  • Werder musste in seinen letzten acht Bundesligapartien immer mindestens ein Gegentor hinnehmen - aktuell die längste Gegentor-Serie im Oberhaus.
  • Bartels erzielte sein erstes Kopfballtor in der Bundesliga - insgesamt war es sein 27. Treffer im Oberhaus. Fünf seiner letzten sechs Treffer schoss Bartels auswärts.
  • Bremens Gebre Selassie, der sein 150. Bundesligaspiel absolvierte, traf für Bremen nur den Pfosten. Schon zum vierten Mal in dieser Spielzeit rettete damit das Aluminium für Wolfsburg - Ligahöchstwert.

Der Star des Spiels: Felix Uduokhai

Höchst souveräne Defensivleistung des 20-Jährigen. Uduokhai gewann über 75 Prozent seiner direkten Duelle, hatte die meisten Ballaktionen aller Spieler (106) und verzeichnete die beste Passquote bei den Wolfsburgern (91,8 Prozent). Dazu mit den meisten klärenden Aktionen und abgefangenen Bälle.

Der Flop des Spiels: Maximilian Eggestein

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Kam in seinen 45 Minuten Einsatzzeit nie richtig in die Partie und auch nicht in die Zweikämpfe. Gewann davon keine 30 Prozent, eine Passquote von 46 Prozent ist unterirdisch. Mit Bargfrede im Zentrum hatte Werder nach der Pause deutlich mehr defensive Stabilität.

Der Schiedsrichter: Dr. Felix Brych

Lag zwar bei der Bewertung von Zweikämpfen immer mal wieder daneben, lieferte ansonsten aber eine souveräne Spielleitung ab. Auch bei den persönlichen Strafen mit dem richtigen Maß.

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