BVB brilliert bei Götzes Bundesliga-Comeback
Einen lockeren Auftaktsieg feiert der BVB - auch dank Mario Götze. Der ist am klaren Auswärtserfolg entscheidend beteiligt. Die Analyse.

Borussia Dortmund hat sein Auftaktspiel beim VfL Wolfsburg mit 3:0 (2:0) gewonnen. Mario Götze kam dabei erstmals seit dem 29. Januar in der Bundesliga zum Einsatz.

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Dortmund begann dominant, ließ in der Anfangsphase aber die nötige Zielstrebigkeit vermissen. Die erste gute Chance hatte Wolfsburg, Yannick Gerhardt vergab freistehend per Kopf.

In der Folge kam auch Dortmund zu guten Gelegenheiten und ging mit einer verdienten 2:0-Führung in die Pause. Kurz vor dem Seitenwechsel verletzte sich Wolfsburgs Jakub Blaszczykowski und wurde durch Neuzugang Landry Dimata ersetzt.

Nach der Pause bestimmte weiterhin der BVB das Geschehen und fuhr letztlich einen auch in der Höhe völlig verdienten Sieg ein. Wolfsburg brachte keinen einzigen Schuss aufs Dortmunder Tor.

Dortmunds neuer Trainer Peter Bosz ließ seine Elf im 4-3-3 agieren, gewährte seinen Offensivspielern dabei aber große Freiheiten. Pierre-Emerick Aubameyang, Christian Pulisic und Maximilian Philipp tauschten oftmals die Positionen, genau wie die angreifenden Mittelfeldspieler Gonzalo Castro und Götze.

Die Daten zum Spiel

Tore: 0:1 Pulisic (22.), 0:2 Bartra (27.), 0:3 Aubameyang (60.)

  • Wolfsburg verlor zum fünften Mal in Folge ein Bundesligaspiel gegen Dortmund. Mehr Niederlagen hintereinander gab es für die Wölfe gegen den BVB noch nie. Der letzte Wolfsburger Bundesligasieg gegen Dortmund datiert vom Mai 2015 (2:1).
  • Der BVB gewann sechs seiner vergangenen sieben Bundesliga-Auftaktspiele, nur beim 0-2 gegen Leverkusen zum Auftakt der Spielzeit 2014/15 gab es eine Niederlage.
  • Lukasz Piszczek absolvierte seine 249. Bundesligapartie und wurde somit zum Polen mit den meisten Einsätzen aller Zeiten. Er überholte Tomasz Waldoch.
  • Mit Ignacio Camacho, Felix Uduokhai, Kaylen Hinds, Dan-Axel Zagadou und Dimata feierten fünf Spieler ihr Bundesliga-Debüt.

Der Star des Spiels: Marc Bartra

Mit seinem herrlichen Tor ins Kreuzeck verdoppelte Bartra in der 27. Minute die Führung seiner Mannschaft. Ansonsten beteiligte er sich aktiv am Aufbauspiel des BVB. Er war weit öfter am Ball als jeder andere Dortmunder und gewann darüber hinaus hervorragende knapp 85 Prozent seiner direkten Duelle. Kein Dortmunder verzeichnete mehr klärende Aktionen als Bartra.

Der Flop des Spiels: Riechedly Bazoer

Bazoer fiel in einer insgesamt erschreckend schwachen Mannschaft noch einmal ab. Bis zu seiner Auswechslung in der 59. Minute war der defensive Mittelfeldspieler lediglich 23. Mal am Ball, Akzente im Aufbauspiel setzte er keine. Darüber hinaus verzeichnete Bazoer eine bedenkliche Zweikampfquote von nur 20 Prozent. Gemeinsam mit seinen Defensiv-Kollegen schaffte es Bazoer in keiner Phase der Partie, das Dortmunder Kombinationsspiel zu unterbinden.

Der Schiedsrichter: Robert Hartmann

Insgesamt eine solide Vorstellung des Unparteiischen. Maximilian Arnold hätte er für dessen harsche Attacke gegen Nuri Sahin in der Schlussphase aber zwingend verwarnen müssen. Bartra stand bei seinem Treffer zum 2:0 an der Grenze zum Abseits. Hartmann konsultierte den Videoassistenten und ließ das Tor wohl zu Recht gelten. Wegen technischer Probleme konnte die DFL zum Beleg dieser strittigen Szene jedoch keine kalibrierten Linien liefern. Gomez' vermeintlichen Treffer in der zweiten Halbzeit wegen Abseits nicht anzuerkennen, war korrekt.

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