Werder Bremen trotzt Hoffenheim ein Remis ab
Werder Bremen liegt zum Rückrundenstart gegen Hoffenheim zunächst zurück, kommt in der Folge aber noch zu einem umkämpften Remis. Die Analyse.

Der SV Werder Bremen hat am 18. Bundesliga-Spieltag einen Punkt im Abstiegskampf geholt. Gegen die TSG 1899 Hoffenheim holte man daheim trotz Rückstand noch ein 1:1 (0:1).

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Florian Kohfeldt setzte Gebre Selassie in die Viererkette, im Mittelfeld fehlte der angeschlagene Delaney. Mitten in der offensiven Dreierreihe spielte Max Kruse. Auf der Gegenseite begann Julian Nagelsmann nach dem Abgang von Stoßstürmer Sandro Wagner mit Uth und Bayern-Leihgabe Gnabry, in der Dreierkette rechts spielte Bicakcic. Beide Teams spielten in der Anfangsphase munter nach vorn, konnten ihre Angriffe aber nicht konstruktiv zu Ende bringen.

In den ersten 20 Minuten gab es dementsprechend kaum Torchancen, bevor die Gäste nach und nach das Kommando übernahmen und Bremen kaum noch zu Entlastungsangriffen kam. Ein Blackout nach einer kurzen Ecke besorgte dann die Führung: Gnabry konnte von links völlig frei flanken, am Fünfer stiegen gleich drei Hoffenheimer gegen zwei Bremer hoch - Hübner köpfte unbedrängt ein.

Werder machte vor der Pause noch mehr Druck, auch in der zweiten Halbzeit blieb das Spiel ausgeglichen. Bargfrede zielte aus der Distanz knapp vorbei, wenig später verlängerte der eingewechselte Gondorf eine Ecke, Gebre Selassie knallte den Ball unter die Latte.

Es folgten die besten 15 Minuten der Partie, beide Teams glaubten an den Dreier und spielten nach vorn: Pavlenka hielt aus kurzer Distanz sensationell gegen Kramaric, auf der Gegenseite retteten Vogt und der Pfosten gegen Moisander - in dieser Phase war es ein klasse Spiel. In der Schlussphase dann weiter viel Tempo, insgesamt war Werder dem Siegtreffer sogar näher.

Die Daten zum Spiel

Tore: 0:1 Hübner (39.), 1:1 Gebre Selassie (63.)

Der Star des Spiels: Florian Kainz

In der Offensive der engagierteste Spieler der Bremer, der auch mal im Eins-gegen-Eins etwas probierte. Trotz Auswechslung mit die meisten Ballaktionen bei Werder, dazu eine starke Zweikampfbilanz (63 Prozent) und in der Defensive die meisten Grätschen und viele Ballgewinne.

Der Flop des Spiels: Mark Uth

Hat ihn der Wechsel zu Schalke beeinflusst? Fand in der Offensive kaum statt, fast keine Ballaktionen (19), insgesamt ungefährlich und in Halbzeit zwei zurecht ausgewechselt.

Der Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen)

Löste seine wenigen kniffligen Situationen souverän, verwehrte etwa Belfodil vor und Gnabry nach der Pause zurecht den Strafstoß. In der ersten Hälfte manchmal etwas kleinlich in seiner Regelauslegung. Die Attacke gegen Belfodils Knöchel, als der eine Minute liegen blieb, muss man allerdings pfeifen. Streitpunkt: Hübners Kontakt mit dem Arm in der Endphase, allerdings ging der Arm nicht aktiv zum Ball.

 

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