Joker-Treffer! Kramaric erlöst Hoffenheim
Die Generalprobe für die Aufholjagd an der Anfield Road ist Hoffenheim geglückt. Ein spätes Tor von Andrej Kramaric gab den Ausschlag. Die Analyse.

Die TSG 1899 Hoffenheim hat im ersten Heimspiel der Bundesliga-Saison 2017/18 gegen den SV Werder Bremen einen Heimsieg eingefahren. Vor 30.000 Zuschauern sorgte Andrej Kramaric spät für den 1:0 (0:0)-Sieg der Hausherren.

Erlebe die Bundesliga-Highlights auf DAZN. Hol' Dir jetzt Deinen Gratismonat!

Mit der Niederlage in der Champions-League-Qualifikation gegen den FC Liverpool im Hinterkopf begannen die Hausherren sehr offensiv und ließen den Gästen aus Bremen in der Anfangsviertelstunde kaum Spielanteile. Wirklich gefährliche Torchancen konnte sich die Nagelsmann-Truppe, die im 3-5-2 extrem hoch agierte und teils mit dem letzten Feldspieler 45 Meter vor dem eigenen Tor stand, allerdings nicht erarbeiten.

Im Anschluss übernahm Bremen die Kontrolle (8:2 Torschüsse) über die erste Halbzeit. Kainz vergab nach Bartels Zuspiel aus abseitsverdächtiger Position freistehend am Fünfer die größte Chance. Der Treffer wäre dem 24-Jährigen, der seinen zweiten Startelfeinsatz für Werder feiern durfte, vom Videoschiedsrichter aberkannt worden.

Nach der Pause bot sich den Fans in der Rhein-Neckar-Arena ein ähnliches Bild wie zu Beginn der Partie. Hoffenheim schnürte Bremen mit zunehmender Spieldauer hinten ein. Demirbays Kracher an die Unterkante der Latte in der 62. Minute überquerte die Linie nicht in vollem Umfang, Joker Kramaric machte es in der 84. Minute besser und sorgte mit dem einzigen Tor des Tages für den letztlich verdienten Heimsieg (63,7 Prozent Ballbesitz, 15:9 Torschüsse, 599:335 Pässe) der Hoffenheimer.

Die Daten zum Spiel

Tor: 1:0 Kramaric (84.)

  • Rotation bei Hoffenheim! Gegenüber dem 1:2 gegen Liverpool in den Playoffs der Champions League hat Julian Nagelsmann sein Team gleich auf sechs Positionen geändert. Nordtveit, Toljan, Amiri, Uth, Szalai und Geiger standen für Kaderabek, Bicakcic, Rupp, Kramaric, Gnabry (alle auf der Bank) und Wagner (nicht im Kader) in der Startelf.
  • Bremen kassiert die 4. BL-Niederlage in Serie, das gab es für Werder zuletzt in den ersten 4 BL-Spielen des Jahres 2017.
  • Nachdem Bremen zwischen 2011 und 2016 in 12 BL-Spielen gegen Hoffenheim ungeschlagen blieb (6 Siege, 6 Remis) gewinnt Hoffenheim nach dem Sieg am 33. Spieltag erstmals 2-mal in Serie gegen Werder (zuvor insgesamt nur 1 Sieg).

Der Star des Spiels: Andrej Kramaric

In der 64. betrat Kramaric für den enttäuschenden Amiri das Feld. Im Anschluss war der Offensivspieler der Hoffenheimer maßgeblich an der Dominanz der Hausherren beteiligt. Fackelte in der 84. Minute nicht lange und sorgte nach Vorlage von Szalai mit etwas Glück für den goldenen Treffer zugunsten der Nagelsmann-Truppe. Ebenfalls stark: Kevin Vogt.

Der Flop des Spiels: Nadiem Amiri

Die Nummer 18 der Hoffenheimer fand zu keinem Zeitpunkt wirklich in die Partie. Leistete sich gleich mehrere kleine Fehler und hatte mit lediglich 47 Ballaktionen deutlich zu wenig Anteil am Spiel der Mannschaft aus dem Kraichgau. Wurde in der 64. Minute von Nagelsmann vom Feld genommen.

Der Schiedsrichter: Guido Winkmann

Lag zusammen mit seinen Assistenten bei der Großchance von Kainz in der 28. Minute bei der Abseitsentscheidung daneben. Ein Fehler, den der Videoschiedsrichter im Falle eines Treffers aber wohl ausgeglichen hätte. Richtig, beim Schuss von Demirbay unterstützt durch die Torlinientechnik kein Tor zu geben und den Nachschuss von Szalai wegen Abseits abzupfeifen. Ansonsten fehlerfrei und mit klarer Linie in einem von beiden Teams fair geführten Spiel.

Kommentare ()