Remis gegen Freiburg: Kaum noch Europacup-Hoffnung bei 1899 Hoffenheim
Ein weiterer Rückschlag für die TSG Hoffenheim. Trotz Führung kam 1899 im Derby gegen den SC Freiburg nicht über ein Remis hinaus.

Für 1899 Hoffenheim rückt die erneute Europacup-Teilnahme in immer weitere Ferne. Der Vorjahres-Vierte kam am 24. Spieltag der Bundesliga nicht über ein 1:1 (0:0) im badischen Derby gegen den SC Freiburg hinaus und wartet damit weiter auf seinen zweiten Sieg in diesem Jahr. Der Kroate Andrej Kramaric (57.) traf für die seit Wochen schwächelnde TSG. Nils Petersen war per Foulelfmeter für den SC erfolgreich (66.).

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Vor 30.150 Zuschauern in der ausverkauften, aber aufgrund der frostigen Temperaturen bei weitem nicht voll besetzten Rhein-Neckar-Arena passierte in der Anfangsphase so gut wie nichts. Beide Mannschaften brachten in der Offensive kaum etwas zustande.

Freiburgs Taktik geht zu Beginn auf

Die Gastgeber, die ohne Nationalspieler Kerem Demirbay und Stefan Posch auskommen mussten, erarbeiteten sich lediglich ein optisches Übergewicht - heraus kam dabei in den ersten 20 Minuten nichts. Die Freiburger, bei denen Mike Frantz, Florian Niederlechner und Nicolas Höfler fehlten, hatten in der Defensive keine Mühe gegen die uninspiriert agierende Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann.

Die Kraichgauer, deren Sport-Geschäftsführer Hansi Flick nach nur neun Monaten im Amt offenbar unmittelbar vor dem Abschied steht, warteten auch nach 25 Minuten noch auf ihren ersten gefährlichen Torabschluss. Die Taktik von SC-Coach Christian Streich ging bis zu diesem Zeitpunkt perfekt auf. Dagegen dirigierte Nagelsmann an der Seitenlinie unaufhörlich, aber vergeblich.

Kaum sehenswerte Torszenen

Nach einer halben Stunde winkte der Hoffenheimer Trainer mit den Zaunpfahl und schickte drei Reservisten zum Aufwärmen. Auch diese Maßnahme brachte nicht den erhofften Erfolg, die TSG-Profis schlichen weiter lethargisch über den Platz - obwohl sich Nagelsmann fast heiser schrie. Erst in der 42. Minute sorgte Dennis Geiger nach Vorarbeit von Serge Gnabry zum ersten Mal für Gefahr vor dem Freiburger Tor.

Auch nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel zunächst nicht besser. Abgesehen von einer guten Parade des Freiburger Torwarts Alexander Schwolow bei einem Gnabry-Schuss (51.) gab es zunächst kaum Höhepunkte. Das änderte sich sechs Minuten später. Gegen den Freistoß von Kramaric konnte Schwolow nichts ausrichten.

Dasselbe galt kurz darauf auf der Gegenseite für den früheren SC-Keeper Oliver Baumann beim Strafstoß Petersens. Zuvor war der Angreifer vom Hoffenheimer Kapitän und Abwehrchef Kevin Vogt gefoult worden. Es war bereits das zwölfte Saisontor Petersens, der sich dennoch kaum Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme macht. In der 75. Minute scheiterte Pavel Kaderabek für 1899 noch am Aluminium.

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