Borussia Dortmund kassiert bittere Niederlage bei Tottenham zum CL-Auftakt
Borussia Dortmund ist mit einer Niederlage in die CL-Saison gestartet. Tottenham war in Wembley letztlich zu clever für den BVB. Die Analyse.

Borussia Dortmund hat zum Auftakt der Champions-League-Saison 2017/18 eine Niederlage hinnehmen müssen. Bei den Tottenham Hotspur verlor der BVB mit 1:3 (1:2).

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Die Spurs agierten in Wembley wie eine Auswärtsmannschaft, überließen Dortmund den Ball und lauerten tief in der eigenen Hälfte auf Konter. Dieses Rezept ging in der Anfangsviertelstunde gleich zweimal auf, da half auch Yarmolenkos Traumtor bei seinem Startelfdebüt für den BVB nichts. Dortmund, das im 4-2-3-1 agierte, mit viel Ballbesitz, aber wenigen klaren Chancen, weil der letzte Pass oft nicht kam.

Der BVB auch in der zweiten Halbzeit anfällig für Konter, weil Tottenham gut hinter die hoch stehende Abwehrkette spielte und Dortmund nach Ballverlust nicht immer sofort Druck auf den Ball bekam. Ein Problem, das bei den Schwarz-Gelben schon in der Vorbereitung immer wieder zu sehen war. Son und Kane ließen aber die ersten Chancen auf die Entscheidung ungenutzt.

Pech hatte der BVB, als das Schiedsrichtergespann Aubameyangs Ausgleichstreffer wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht anerkannte. Mit dem 3:1 war die Partie entschieden und Tottenham in der Folge näher am vierten Treffer als Dortmunder am Anschluss.

Die Daten zum Spiel

Tore: 1:0 Son (4.), 1:1 Yarmolenko, 2:1 Kane (15.), 3:1 Kane (60.)

Gelb-Rot: Vertonghen (90.+2, wdh. Foulspiel)

  • Nach 365 Pflichtspielminuten kassierte Dortmund wieder ein Gegentor - erstmals seit seinem Eigentor im DFL-Supercup am 5. August musste Bürki hinter sich greifen.
  • Zuletzt gab der BVB beim 0:3 gegen Juventus am 18. März 2015 nur zwei Schüsse auf das gegnerische Tor in der CL ab (nie weniger) - es war das letzte CL-Spiel unter Jürgen Klopp.
  • BVB-Schreck Son hat zugeschlagen: Im neunten Pflichtspiel gegen Dortmund traf der Südkoreaner zum siebten Mal - gegen keinen anderen Verein traf er öfter als vier Mal.

Der Star des Spiels: Harry Kane

Enorm präsent im Sturmzentrum und eiskalt im Abschluss. War an neun von 13 Spurs-Torschüssen direkt beteiligt (fünf Schüsse, vier Vorlagen). Traf zweimal trocken mit seinem schwächeren linken Fuß. Verbuchte auch noch den Assist bei Sons Führungstreffer.

Der Flop des Spiels: Roman Bürki

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Sah bei den ersten beiden Gegentreffern nicht gut aus, weil er das kurze Eck nicht dicht machte. Auch mit dem Ball am Fuß nicht immer sicher.

Der Schiedsrichter: Gianluca Rocchi (Italien)

Verfolgte insgesamt eine großzügige Linie, insofern war es vertretbar, die Aktion von Kane gegen Sahin vor dem 2:1 nicht abzupfeifen. Es war korrekt, den Treffer von Pulisic wegen Abseits nicht anzuerkennen. Bei Aubameyangs vermeintlichem Ausgleich lag das Gespann aber daneben. Gelb-Rot für Vertonghen ging in Ordnung.

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