Tedescos Schalke zu abgeklärt für Leipzig
Der Anfang gehört den Gästen, dann aber schlägt S04 zu und sichert dem neuen Coach den perfekten Bundesliga-Start. Die Analyse.

Domenico Tedesco feierte mit Schalke 04 ein erfolgreiches Debüt als Bundesliga-Trainer. Im Top-Spiel schlugen die Knappen Vizemeister RB Leipzig mit 2:0 (1:0).

Erlebe die Bundesliga-Highlights auf DAZN. Hol' Dir jetzt Deinen Gratismonat!

Nominell spielte Schalke im 3-4-3, das stellte sich im Spielverlauf aber vermehrt als 3-4-2-1 mit di Santo in vorderster Front dar. Das "normale" System wurde nur sichtbar, wenn Schalke presste. Das geschah allerdings nur auf Ansage von Coach Tedesco.

Leipzig begann furios und hatte zwischenzeitlich über 70 Prozent Ballbesitz. Diesen Druck konnte Leipzig allerdings nicht aufrecht erhalten, außerdem fehlte den Roten Bullen die Durchschlagskraft. Schalke hatte im Konter mehr und bessere Chancen. Bentaleb belohnte die Königsblauen vom Punkt.

Mit Forsberg wollte Hasenhüttl im zweiten Durchgang Leipzigs Offensive stärken, doch die Torgefahr ging dem Vorjahreszweiten weiterhin ab. Stattdessen setzte Schalke erneut mit einem Konter den entscheidenden Wirkungstreffer.

Die Daten zum Spiel

Tore: 1:0 Bentaleb (44., FE), 2:0 Konoplyanka (73.)

  • Bei beiden Teams stand neben den Neuzugängen der aktuellen Transferperiode auch ein gefühlter Neuzugang im Kader. Breel Embolo fand sich nach 308 Tagen wieder auf dem Spielberichtsbogen, Lukas Klostermann stand nach 343 Tagen sogar in der Startelf.
  • Mit einem Durchschnittsalter von 23 Jahren und 134 Tagen schickte Ralph Hasenhüttl die jüngste Startelf der Leipziger Bundesligageschichte auf den Rasen.

Der Star des Spiels: Nabil Bentaleb

War der torgefährlichste Schalker und erzielte vom Punkt auch das wichtige 1:0. Überzeugte zudem mit einer überragenden Zweikampfquote von über 80 Prozent und den zweitmeisten Ballaktionen der Königsblauen. Ebenfalls stark: Naldo.

Der Flop des Spiels: Yussuf Poulsen

War nach der Pokalgala bis zu seiner Auswechslung an genau einem Torschuss beteiligt und konnte auch sonst keine Akzente setzen. Erreichte wie alle seiner Teamkollegen nicht im Ansatz die Form aus der Vorsaison.

Der Schiedsrichter: Felix Zwayer

Zeigte das richtige Gespür bei der Kartenvergabe und lag auch beim Elfmeter nach Upamecanos Foul an di Santo richtig. Bei Kehrers Handspiel aus kürzester Distanz nicht auf Strafstoß zu entscheiden, war vertretbar.

Kommentare ()