Schalke schlägt Hamburg und springt auf Platz zwei
Schalke ist nun Bayern-Jäger Nummer eins! Nach solider Vorstellung schlagen die Knappen den HSV und springen auf Platz zwei. Die Analyse.

Der FC Schalke 04 ist neuer Bayern-Jäger Nummer eins! Am 12. Bundesligaspieltag setzten sich die Königsblauen zuhause mit 2:0 (1:0) gegen den Hamburger SV durch und sind nun Zweiter.

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Schalke kontrollierte die Partie von Beginn an mit hohen Ballbesitzphasen, ließ jedoch den nötigen Zug vermissen. Der HSV zeigte eine aggressivere Körpersprache, lief früh an und ging mit viel Einsatz in die Zweikämpfe, hatte allerdings im letzten Spielfelddrittel keine Ideen und agierte weniger ballsicher als die Hausherren.

Die Führung durch Di Santos Foulelfmeter spielte Schalke in die Karten. Im Gegensatz zu vielen Beispielen in der Vergangenheit zogen sich die Königsblauen aber nicht direkt zurück, sondern hatten weiterhin mehr vom Spiel und versuchten nachzulegen. Konoplyanka und McKennie vergaben weitere gute Möglichkeiten. Der HSV schaffte es erst zum Ende der ersten Halbzeit, über schnelle Angriffe auf den Flügeln wieder für Gefahr zu sorgen.

Nach der Pause zog sich Schalke noch weiter zurück und spielte zu passiv, während der HSV den Druck erhöhte und sich gute Chancen erarbeitete, diese jedoch nicht effizient ausnutzte. Effizienter waren letztlich die Schalker, die die sich bietenden Räume dafür nutzten, das Spiel endgültig zu entscheiden.

Die Daten zum Spiel

Tore: 1:0 Di Santo (17./Foulelfmeter), 2:0 Burgstaller (77.)

  • Franco Di Santo beendete im Pokal-Zweitrundenspiel bei Wehen Wiesbaden seine Torflaute, nun traf er erstmals seit März 2016 wieder in der Bundesliga: damals beim 3:1 in Köln. Für Di Santo endete mit dem Treffer eine persönliche Torflaute von 1054 torlosen Bundesliga-Minuten.
  • In sieben der letzten zehn Bundesliga-Spiele kassierte der HSV mindestens zwei Gegentore. 20 Gegentore in der laufenden Saison werden nur von Freiburg (24) und Köln (23) übertroffen.

Der Star des Spiels: Daniel Caligiuri

Machte rechts im Mittelfeld richtig Betrieb. Hatte die meisten Ballaktionen bei den Königsblauen, warf sich in die meisten Zweikämpfe und bereitete das letztlich spielentscheidende 2:0 mit einem starken Solo vor.

Der Flop des Spiels: Tatsuya Ito

Unglücklicher Auftritt des Youngsters. Leistete sich einige Ballverluste, dazu den vor dem Angriff, der zum Elfmeter für Schalke führte. Mehrfach ungeschickt im Zweikampf, deswegen schon früh Gelb-Rot-gefährdet und nach nur 35 Minuten für Waldschmidt ausgewechselt.

Der Schiedsrichter: Robert Hartmann

Solide Leistung. Lag beim Elfmeterpfiff zugunsten von Schalke nach Jungs ungestümem Einsteigen gegen Konoplyanka richtig. Richtig, nach Hamburgs Reklamationen wegen eines vermeintlichen Handspiels von Oczipka im Strafraum, keinen Elfmeter zu geben, da der Schalker die Situation mit dem Knie klärte (48.). Dieser Eindruck bestätigte sich auch nach Rücksprache mit dem VAR. Behielt auch bei der Rudelbildung rund um die Auseinandersetzung zwischen Papadopoulos und Meyer (73.) die Übersicht und löste die Situation souverän.

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