Bayer Leverkusen erkämpft dank Joker Bailey Punkt auf Schalke
Ein Traumfreistoß von Goretzka bringt Schalke auf Kurs, Leverkusen schlägt in Hälfte zwei aber zurück. Am Ende steht ein gerechtes Remis. Die Analyse.

Der FC Schalke und Bayer Leverkusen trennen sich zum Auftakt des 7. Bundesligaspieltags mit einem 1:1-Unentschieden. Ein Treffer von Joker Leon Bailey (61.) sicherte der Werkself den Punkt, Leon Goretzka hatte die Königsblauen mit einem sehenswerten Freistoß in Front gebracht (34.).

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Im gewohnten 3-4-2-1 begann Schalke wie schon in den vorherigen Heimspielen abwartend und überließ Leverkusen vor 61.515 Zuschauern in der Veltins Arena den Ball. Die Werkself hatte zwischenzeitlich 75 Prozent Ballbesitz, kam aber nicht in den Strafraum der Schalker. Nach gut 20 Minuten nahmen auch die Königsblauen am Spielgeschehen teil und gingen durch Goretzkas erstes direktes Freistoßtor in Führung (34.). Beim Treffer machte Leno, der auf dem Weg in die Ecke abstoppte, keine gute Figur.

In der Folge wurde das Spiel etwas offener, gefährlich wurde es aber nur selten. Insgesamt gaben beide Teams im ersten Durchgang lediglich elf Schüsse ab, wovon fünf auf das Tor kamen. Zur Pause reagierte Bayer-Coach Herrlich und brachte Havertz und Bailey für Belarabi und Aranguiz. Die eingewechselten belebten das Spiel der Werkself spürbar und Bailey erzielte mit einem von Nastasic abgefälschten Schuss sein erstes Bundesligator zum Ausgleich (61.).

20 Minuten vor Schluss wurde es hitzig. Schalke forderte nach Halten von Tah gegen Burgstaller einen - durchaus vertretbaren - Elfmeter und bei einer Rudelbildung nutzte Schiedsrichter Winkmann die Gelegenheit, die Bilder noch einmal anzusehen. Bei Tahs Aktion verließ er sich auf Dr. Jochen Drees in Köln.

Schalke war im zweiten Durchgang besser im Spiel als noch in Halbzeit eins. Dennoch dauerte es bis zur 85. Minute, ehe Burgstaller den ersten Schuss auf den Kasten von Leno brachte.

Die Daten zum Spiel

Tore: 1:0 Goretzka (34.), 1:1 Bailey (61.)

  • Zum ersten Mal seit fast einem Jahr stand Breel Embolo in der Schalker Startelf. Letztmals war das vor seinem Sprunggelenksbruch am 7. Spieltag der Saison 2016/17 der Fall (15. Oktober 2016, 1:1 gegen Augsburg).
  • Goretzkas Treffer war für Leverkusen bereits der sechste Gegentreffer nach einem Standard im siebten Saisonspiel. Gemeinsam mit Köln ist das negativer Höchstwert.
  • Mit seinem Treffer ist Bailey erst der zweite jamaikanische Bundesliga-Torschütze (nach Michael Hector). In den vergangenen beiden Partien war der 20-Jährige an drei Toren beteiligt (zwei Vorlagen gegen Hamburg).
  • Für Schalke war es bereits das vierte Gegentor durch einen Einwechselspieler. Kein anderes Team in der Bundesliga kassierte mehr als einen Joker-Gegentreffer.

Der Star des Spiels: Leon Bailey

Belebte das Spiel der Werkself enorm und mit seinem ersten Bundesligatreffer sicherte der Jamaikaner den Leverkusenern immerhin einen Punkt in Gelsenkirchen. Hatte mit vier Schüssen die meisten aller Leverkusener und nutzte seine wenigen Ballaktionen effizient.

Der Flop des Spiels: Breel Embolo

Sein Startelf-Comeback hatte sich Embolo sicherlich anders vorgestellt. Hatte bis zu seiner Auswechslung nur 15 Ballaktionen und damit die wenigsten aller Schalker. Sammelte bis zu diesem Zeitpunkt aber die meisten Fouls aller Spieler auf dem Platz (fünf). War, auch durch Schalkes Taktik bedingt, an keinem Torschuss direkt beteiligt.

Der Schiedsrichter: Guido Winkmann

Stand erstmals nach 20 Minuten im Blickfeld. Sven Benders Einsatz gegen Harit im Strafraum war aber nicht strafstoßwürdig. Hatte die lange Zeit leicht zu führende Partie im Griff und kam bis zur 68. Minute ohne Karte aus (gegen Alario). Alarios Treffer wegen Abseits nicht zu geben war korrekt. Nach Tahs Halten gegen Burgstaller wäre ein Elfmeter möglich gewesen. Nutzte vor Ozcipkas Karte die Möglichkeit der Videoansicht.

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