Keine Tore bei Boatengs Eintracht-Debüt in Freiburg
Die Bundesliga hat ihr erstes Unentschieden der jungen Saison. Freiburg und Frankfurt trennen sich im Breisgau torlos. Die Analyse.

Am 1. Spieltag der Bundesliga haben sich der SC Freiburg und Eintracht Frankfurt 0:0 getrennt. Bei der Eintracht wurde Kevin-Prince Boateng eingewechselt. Nach seinem Wechsel von UD Las Palmas an den Main feierte er somit direkt sein Bundesliga-Comeback.

Der SC Freiburg hatte in der ersten Hälfte zwar klar mehr Ballbesitz (66 Prozent), zu Chancen kam aber nur Eintracht Frankfurt (Torschussverhältnis 10:1). Sebastien Haller vergab gleich zwei gute Gelegenheiten (in der 36. Minute traf er die Latte) und auch Mijat Gacinovic kam gefährlich zum Abschluss.

Freiburgs Tim Kleindienst traf in der 17. Minute ins Tor, doch der vermeintliche Treffer wurde auf Zuruf des Videoassistenten korrekterweise aberkannt. Vorlagengeber Florian Niederlechner stand im Abseits.

Mit zunehmender Spieldauer wurden Strafraumszenen immer rarer. Das Highlight der zweiten Halbzeit war die Einwechslung von Frankfurts-Neuzugang Kevin-Prince Boateng (67.). Der Neuzugang blieb in der Folge aber blass.

Die Daten zum Spiel:

Eintracht Frankfurt bot erstmals in seiner Bundesliga-Geschichte eine Startelf mit elf Ausländern auf. Der bisher letzte Verein, der dies machte war der 1. FC Köln am 29. August 2008 beim Karlsruher SC (2:0).

Die Eintracht gewann nur eines der vergangenen neun Spiele in Freiburg. Dieser Sieg liegt fast fast Jahre zurück (2:0 am 12. September 2009).

Freiburg gewann keines der vergangenen zehn Auftaktspiele im Oberhaus (fünf Remis, fünf Niederlagen). Den letzten Sieg am 1. Spieltag einer Bundesliga-Saison fuhren die Badener vor 16 Jahren beim 3:0 gegen Bremen ein.

Der Star des Spiels: Sebastien Haller

Der neue Stürmer der Eintracht war ein steter Unruheherd an vorderster Front. Haller bestritt mit Abstand die meisten Zweikämpfe und Luftzweikämpfe aller Frankfurter und verunsicherte mit seiner Aggressivität die Freiburger Defensive. Energisch tankte er sich etwa in der 36. Minute gegen gleich zwei Kontrahenten durch, scheiterte dann aber mit seinem Abschluss an der Latte. Insgesamt kam Haller dreimal zum Abschluss, scheiterte aber stets knapp. Mit zunehmender Spieldauer baute er aber etwas ab.

Der Flop des Spiels: Florian Niederlechner

Auf Rechtsaußen war Niederlechner kein Faktor im Freiburger Spiel. Er war am seltensten aller Startelf-Spieler des SC am Ball und gab lediglich einen (ungefährlichen) Torschuss ab. Dafür stand Niederlechner dreimal im Abseits. Seine Auswechslung in der Schlussphase war folgerichtig.

Der Schiedsrichter: Manuel Gräfe

Gräfe leitete die Partie hervorragend und leistete sich keinen groben Fehler. Das vermeintliche 1:0 durch Kleindiest nach Rücksprrache mit dem Videoassistenten nicht anzuerkennen, war korrekt. 

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