Leipzig dreht Rückstand gegen Freiburg in deutlichen Sieg
In der ersten Hälfte tut sich Leipzig mit cleveren Freiburgern noch schwer. Doch nach der Pause drehen Timo Werner und Co. richtig auf. Die Analyse.

RB Leipzig hat nach der Auftaktniederlage gegen Schalke am 2. Spieltag den ersten Sieg der neuen Bundesligasaison eingefahren. Gegen den SC Freiburg setzten sich die Bullen verdient mit 4:1 (0:1) durch.

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Florian Niederlechner schloss nach 23 Minuten zunächst einen starken Spielzug der Freiburger über links zur Halbzeitführung des SCF ab. Die Gäste nervten die Bullen in Halbzeit eins mit ihrer aggressiven Zweikampfführung, der taktisch variablen Defensive und mehreren gefährlichen Tempo-Gegenstößen.

Das intensive, schnelle und chancenreiche Spiel kippte nach Wiederanpfiff aber klar in Richtung der Leipziger, die Anfang der zweiten Hälfte einen beeindruckenden Sturmlauf starteten und hilflose Freiburger mit Großchancen im Minutentakt überrollten. Timo Werner (48.) und Willi Orban (55.) drehten die Partie mit ihren schnellen Treffern.

Die Gäste aus dem Schwarzwald hatten der Leipziger Wucht nichts mehr entgegenzusetzen. Werner mit seinem zweiten Tor (69.) und Joker Bruma direkt nach seiner Einwechslung mit einem sensationellen Drehschuss in den Winkel (78.) besiegelten endgültig das Freiburger Schicksal, ehe sich Nicolas Höfler nach einer ungestümen Grätsche noch die Ampelkarte abholte (79.).

Die Daten zum Spiel

Tore: 0:1 Niederlechner (23.), 1:1 Werner (48.), 2:1 Orban (55.), 3:1 Werner (69.), 4:1 Bruma (78.)

Gelb-Rote Karte: Höfler (Freiburg/79./wiederholtes Foulspiel)

  • Erstmals im Jahr 2017 ging Freiburg in einem Auswärtsspiel mit einer Führung in die Pause. Zuvor gelang das letztmals am 21. Dezember 2016 in Ingolstadt.
  • Von allen Leipziger Startelfspielern blieb nur Dayot Upamecano ohne Torschuss.
  • Freiburg kassierte jetzt im 4. Auswärtsspiel in Folge mindestens drei Gegentore (insgesamt 15).

Der Star des Spiels: Jean-Kevin Augustin

Bereits nach neun Minuten mit einer technisch hoch anspruchsvollen Zirkusnummer samt anschließender Riesen-Chance. Rackerte extrem viel und war bis zu seiner Auswechslung in Minute 76 an sechs Torschüssen direkt beteiligt. Richtig stark sein Sprint vor dem Assist zum 2:1, mit Glück, aber auch Köpfchen bei der Vorlage zum 3:1. Natürlich auch herausragend: Doppeltorschütze Werner.

Der Flop des Spiels: Nicolas Höfler

Unsicherer Faktor in Freiburgs Mittelfeldzentrale. Brachte nur zwei von drei Pässen an den eigenen Mann, in der gegnerischen Hälfte spielte er sogar mehr als die Hälfte der Bälle zum Gegner. Kam in der zweiten Hälfte unter die Räder wie der Rest der Schwarzwälder und holte sich überflüssig kurz vor Schluss beim Stand von 1:4 die Gelb-Rote.

Der Schiedsrichter: Christian Dingert

Wackelige Vorstellung des Unparteiischen. Ließ das Spiel an einer enorm langen Leine laufen, fand aber nicht immer eine einheitliche Linie und winkte die ein oder andere Situation zu viel durch. Verwehrte den Bullen bei Kempfs Schubser gegen Augustin auch nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten einen Elfmeter - eine höchst diskutable Entscheidung. In Hälfte zwei sicherer.

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