RB Leipzig schlägt Eintracht Frankfurt
In einem hart umkämpften Duell schlägt RB Leipzig die Gäste von Eintracht Frankfurt mit einem knappen Heimsieg. Die Analyse.

RB Leipzig hat eine Reaktion auf die vieldiskutierte Niederlage in Augsburg gezeigt. Am 6. Spieltag der Bundesliga gewannen die Roten Bullen ihr Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt mit 2:1 (1:0). Augustin und Werner trafen für die Hausherren, Ex-Leipziger Rebic für die SGE.

Wie zu erwarten eine relativ einseitige Partie: Die auf sechs Positionen veränderten Leipziger schnürten die Eintracht mit über 75 Prozent Ballbesitz in der eigenen Hälfte ein, die SGE zog sich mit einer Fünferkette zurück und ließ nur Haller vorne stehen.

Der Stürmer war jedoch auf verlorenem Posten, da die Gäste nach Ballgewinn keine Umschaltsituationen kreieren konnten und meist nur lang und weit klärten. Für die aufmerksame Restverteidigung von RBL stellten diese Bemühungen kein Problem dar. Zwischenzeitlich kam Frankfurt auf eine Passquote von lediglich 41 Prozent.

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Die Hausherren konnten diese Dominanz allerdings kaum in hochkarätige Torchancen ummünzen. Gefährlich wurde es vor allem dann, wenn Forsberg zwischen den Linien oder im Halbraum auftauchte und dort aufdrehen konnte.

Die Eintracht direkt nach der Pause wieder mit schlampigen Ballverlusten im Vorwärtsgang, aber dann doch schnell verbessert im Vergleich zum ersten Abschnitt. Kovac brachte Ex-Leipziger Rebic, der fortan mit Haller auf einer Höhe agierte. Wolf rückte in die Zentrale.

Leipzigs Gegenpressing fand in dieser Phase nicht ins Ziel, die SGE trat über die Flügel den Gang nach vorne an und kam zu ihren besten Gelegenheiten - doch auf der Gegenseite entschied plötzlich Werner die Partie.

Die Moral der Gäste stimmte jedoch, Leipzig blieb dagegen fahrig und kam in einigen entscheidenden (Luft-)Zweikämpfen zu spät. Das Anschlusstor war verdient, die Schlussoffensive hätte beinahe noch den Ausgleich gebracht. Die dann großen Räume hätte Leipzig jedoch auch noch beinahe zum dritten Tor genutzt.

Die Daten zum Spiel

Tore: 1:0 Augustin (28.), 2:0 Werner (67.), 2:1 Rebic (77.)

  • Erstmals bekam die Eintracht in dieser Saison in einem Pflicht-Auswärtsspiel ein Gegentor. Das letzte fiel in Mainz im Mai 2017, seither sind 388 Minuten vergangen. Torschütze Augustin war in seinen fünf Bundesligaspielen nun schon an vier Toren direkt beteiligt (zwei Treffer, zwei Assists).
  • Es war das 39. Bundesligator für Timo Werner. Nur drei Spieler waren beim Erreichen dieser Toranzahl in der Bundesliga jünger als er (21 Jahre, 6 Monate, 17 Tage): Dieter Müller, Klaus Fischer und Gerd Müller. Werner erzielte nun auch die Hälfte aller Leipziger Tore in dieser Bundesligasaison (5 von 10).
  • In seiner Karriere als Spieler und Trainer verlor RB-Coach Ralph Hasenhüttl keines seiner acht Pflichtspiele gegen Eintracht Frankfurt (fünf Siege, drei Remis).
  • Die Hessen erzielten nach drei Treffern durch Standardsituationen jetzt ihr erstes Tor aus dem Spiel heraus. Falettes Pfostenkopfball war der fünfte Aluminiumtreffer in dieser Saison - nur die Bayern trafen noch einmal mehr das Gehäuse. Mit Marius Wolf stand zudem erstmals in dieser Saison ein Deutscher in der Startelf der Frankfurter.

Der Star des Spiels: Emil Forsberg

Die Stürmer Augustin und Werner bereiteten ihre beiden Treffer gegenseitig vor, doch Forsberg war Leipzigs gefährlichster Offensivspieler und hatten in den besten Angriffen stets seine Füße im Spiel. Brachte einige erfolgreiche Dribblings an, war stabil in den direkten Duellen und schlich sich immer wieder gut zwischen die Linien. Dazu mit drei eigenen Torschüssen und vier Torschussvorlagen.

Der Flop des Spiels: Sebastian Haller

Undankbare Partie für den Franzosen, der häufig auf sich alleine gestellt war. Allerdings sehr glücklos beim Verarbeiten von Anspielen, häufigen Ballverlusten und einer schwachen Passquote von weniger als 60 Prozent. Als Kovac auf zwei Stürmer umstellte, nahm er Haller sechs Minuten später vom Platz.

Der Schiedsrichter: Benjamin Brand

Gute Körpersprache, aber mit ein paar kleineren Fehlinterpretationen. Hätte zum Beispiel Wolfs Foul an Forsberg nach einer guten Viertelstunde mit Gelb bestrafen müssen. Ob beim vermeintlichen Frankfurter Aus

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