Dank guter erster Halbzeit: Hertha ringt Bayer 04 nieder
Nach dem tollen Auftritt gegen Freiburg am vergangenen Sonntag, muss Leverkusen in Berlin schon wieder die nächste Pleite hinnehmen. Die Analyse.

Bayer 04 Leverkusen hat am 5. Spieltag der Bundesliga einen neuerlichen Rückschlag erlitten. Der 4:0-Sieg am Sonntag gegen den SC Freiburg gab keine Sicherheit, die Werkself verlor mit 1:2 (0:2) bei Hertha BSC.

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Die Hertha begann äußerst zielstrebig und überbrückte das Mittelfeld immer wieder schnell. Dabei kam den Berlinern zugute, dass Leverkusen viel zu lasch verteidigte. Beim 1:0 durfte sich Leckie den Ball unbedrängt zurechtlegen und zu seinem herrlichen Schlenzer ansetzen; beim 2:0 war die komplette Leverkusener Defensive unaufmerksam.

In der Folge zog sich die Hertha zwar etwas zurück, geriet dadurch aber in keine ernsthafte Gefahrensituationen. Leverkusen hatte bis zur Halbzeit den Ball aber keine Ideen.

Zur Pause brachte Leverkusen-Trainer Herrlich Tah und Mehmedi für Wendell und Bellarabi. Dadurch wurde die Werkself zwar noch dominanter jedoch nicht unbedingt zielstrebiger - auch, weil die Hertha geschlossen und gut verteidigte. Zu mehr als dem Anschlusstreffer reichte es für Leverkusen nicht. Der Sieg der Hertha war letztlich leistungsgerecht.

Die Daten zum Spiel

Tore: 1:0 Leckie (16.), 2:0 Kalou (24.), 2:1 Brandt (84.)

  • Pal Dardai absolvierte sein 100. Pflichtspiel als Hertha-Trainer.
  • Vier der zehn Gegentore der Werkself in der laufenden Bundesliga-Saison fielen per Kopf. Das ist der alleinige Höchstwert in der Bundesliga.
  • In den letzten zehn Bundesligaspielen traf Leverkusen immer. Das ist aktuell nach Hannover (elf) die längste Serie aller Bundesliga-Klubs.

Der Star des Spiels: Vedad Ibisevic

Die alleinige Berliner Spitze bereitet beide Treffer vor. Sehenswert war vor allem sein zweiter Assist: Ibisevic startete bei einem Einwurf erst handlungsschnell in den freien Raum, ließ dann Leverkusen-Keeper Leno aussteigen und bewies mit seiner starken Flanke auf Kalou schlussendlich Übersicht. Darüber hinaus zählte Ibisevic mit knapp 90 Prozent angekommenen Zuspiele zu den sichersten Passspielern auf Seiten der Hertha. In der 68. Minute wurde er ausgewechselt.

Der Flop des Spiels: Kai Havertz

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Als hängende Spitze etwas hinter Volland fehlte Havertz die Bindung zum Spiel. Er war selten am Ball, an keinen gefährlichen Aktionen beteiligt und schoss kein einziges Mal aufs Tor. Havertz' Pass- und Zweikampfquoten zählten zu den schwächsten auf Seiten von Leverkusen.

Der Schiedsrichter: Deniz Aytekin

Die lange sehr ruhig und fair geführte Partie wurde erst in der Schlussphase etwas hitzig. Das Wortgefecht zwischen Volland und Rekik moderierte Aytekin gelassen. Insgesamt erlebte er einen ruhigen Abend.

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