Sieg gegen Hoffenheim: Hamburger SV landet Befreiungsschlag
Der HSV fährt gegen Hoffenheim einen souveränen Heimsieg ein. Der wichtige Dreier verschafft den Hanseaten Luft im Abstiegskampf.Die Analyse.

Der Hamburger SV hat einen wichtigen Dreier eingefahren und den Abstand auf die direkten Abstiegsplätze auf fünf Zähler vergrößert. Gegen die TSG 1899 Hoffenheim gewann der HSV mit 3:0 (1:0).

In einer spielerisch schwachen ersten Halbzeit hatte Hoffenheim die erste Chance durch Gnabry, ansonsten brachte die TSG nur wenig von ihrer spielerischen Klasse aufs Feld. Gegen das Hamburger Pressing fehlte es den Gästen an Klarheit und Präzision im Passspiel (Passquote 1. Halbzeit: 70 Prozent). Den ersten schwerwiegenden Ballverlust der Hoffenheimer am eigenen Strafraum nutzte der HSV zur Führung.

Auch nach dem Seitenwechsel fiel Hoffenheim nichts ein und griff immer wieder auf den langen Ball zurück, den der HSV gut verteidigte. Wood hatte für die Hanseaten zweimal das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte einmal am Pfosten und einmal mit einem kläglichen Abschluss an Baumann. Der TSG-Torhüter rettet später auch noch glänzend gegen Arp.

Nagelsmann reagierte nach gut einer Stunde und brachte mit Szalai und Kramaric zwei weitere Stürmer, Gisdol reagierte mit der Hereinnahme von van Drongelen und der Umstellung auf Fünferkette. Die Hoffenheimer hatten dann zwar viele Spieler im und rund um den Strafraum, waren aber kaum gefährlich (nur zwei Schüsse aufs Tor in 90 Minuten).

Kostic' Freistoßtreffer aus über 30 Metern, bei dem Baumann nicht gut aussah, entschied die Partie. Jung sorgte mit seinem 1. Bundesligator für den Endstand.

Die Daten zum Spiel

Tore: 1:0 Akpoguma (6., Eigentor), 2:0 Kostic (75.), 3:0 Jung (88.)

  • Hoffenheim gewann nur eines der vergangenen sieben BL-Spiele (3:0 in Köln, dazu drei Remis) - nur sechs Punkte aus sieben BL-Spielen gab es unter Nagelsmann zuvor nie innerhalb einer Saison.
  • Jubiläum durch Akpoguma: Das 1:0 war das 1000. Eigentor der Bundesliga-Geschichte!
  • Kevin Vogt sah seine 5. Gelbe Karte und ist nächste Woche gegen Leipzig gesperrt.

Der Star des Spiels: Filip Kostic

Ständiger Aktivposten auf der linken Seite. Bereitete das 1:0 vor, erzielte das 2:0 selbst und leitete das 3:0 mit gutem Durchsetzungsvermögen ein.

Der Flop des Spiels: Steven Zuber

Auf der rechten Seite defensiv immer wieder mit Problemen und mit eklatanten Schwächen im Passspiel. Brachte nur 61 Prozent seiner Zuspiele zum Mitspieler (50 Prozent in der gegnerischen Hälfte) und war offensiv nur einmal ein Faktor, als er Gnabrys Chance in der Anfangsphase vorbereitete. Ließ vor dem 0:1 Kostic viel zu einfach im Rücken weglaufen. In der 64. Minute ausgewechselt.

Der Schiedsrichter: Bastian Dankert

Sicherer Leiter einer umkämpften Partie. Lag mit den persönlichen Strafen richtig und fand auch eine gute sowie klare Ansprache.

 

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