Hamburger SV behält im Duell der Pokal-Flops gegen Augsburg die Oberhand
Der Hamburger SV gewinnt zum Saisonauftakt gegen schwache Augsburger knapp dank eines frühen Treffers, muss den Sieg aber teuer bezahlen. Die Analyse.

Am 1. Spieltag der neuen Bundesligasaison besiegte der Hamburger SV den FC Augsburg mit 1:0 (1:0). Nicolai Müller wurde zum tragischen Helden der Partie.

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Technische Probleme verhinderten den Einsatz des Videobeweises im Volksparkstadion. So konnten mehrere Situationen (6./17./44.) nicht zusätzlich überprüft werden. Siebert entschied in allen Fällen auf Weiterspielen und gegen Elfmeter für Augsburg.

Müller zeigte, wie nahe Freud und Leid beieinander liegen können. Nach seinem Tor in der Anfangsphase verdrehte sich der Flügelspieler beim Jubeln das Knie und musste schon nach 14 Minuten für Hunt ausgewechselt werden.

Nach starkem Beginn baute der HSV immer mehr ab. Augsburg war statistisch in allen Belangen überlegen. Die Gäste hatten 67 Prozent Ballbesitz, gewannen 54 Prozent der Zweikämpfe und gaben mehr Schüsse ab (14:10). Einziges Manko war die schlechte Chancenverwertung.

Trotz des Rückstands vertraute Manuel Baum lange auf seine Startelf. Erst in der 67. Minute wechselte der Augsburg-Coach das erste Mal. Die 4-2-3-1-Grundordnung änderte der FCA zunächst in ein 4-4-2, dann in ein 3-4-3. Durch die offensivere Formation der Gäste kam dann auch Hamburg wieder zu vereinzelten Konterchancen.

Die Daten zum Spiel

Tor: 1:0 Müller (8.)

  • Nach sechs Jahren ohne Sieg (drei Remis, drei Niederlagen) konnte der HSV zum Saisonauftakt wieder einen Dreier einfahren. Der FCA wartet dagegen in der Bundesliga weiter auf einem Sieg am 1. Spieltag (ein Remis, sechs Niederlagen).
  • Der FC Augsburg konnte am 1. Spieltag einer Bundesligasaison noch nie zu Null spielen. In sieben Partien kassierten die Schwaben 14 Gegentore.
  • Saisonübergreifend konnte Augsburg keines der vergangenen sieben Auswärtsspiele gewinnen (zwei Remis, fünf Niederlagen). Das ist die längste Negativserie seit 2012.
  • Mit 18 Jahren und 242 Tagen ist Rick van Drongelen der jüngste Niederländer der Bundesligageschichte.

Der Star des Spiels: Kyriakos Papadopoulos

Der Grieche war gewohnt präsent in der Defensive und einer der Garanten dafür, dass Hamburg erst zum zweiten Mal nach 2014 in den vergangenen zehn Jahren am 1. Spieltag kein Gegentor kassierte. Hatte mit 65 Prozent zudem die beste Zweikampfquote bei den Hanseaten.

Der Flop des Spiels: Michael Gregoritsch

Der Ex-Hamburger konnte nicht im Ansatz an die starke Vorbereitung anknöpfen. Gab zwar vier Schüsse ab, jedoch fand keiner davon den Weg aufs Tor. Mitte der ersten Halbzeit mit einer glasklaren Schwalbe und einem ganz schwachen Freistoß. Wurde in der 67. Minute für Cordova ausgewechselt.

Der Schiedsrichter: Daniel Siebert

Hatte keine leichte Partie, da es vor allem im Strafraum der Hamburger zu einigen strittigen Situationen kam. Richtig, in der Anfangsphase nicht auf Strafstoß zu entscheiden und sah auch Gregoritschs Schwalbe. Bei Jungs Einsatz gegen Finnbogason hätte man zumindest über Elfmeter nachdenken können. Zeigte eine klare Linie bei der Kartenvergabe.

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