BVB verteidigt beim FCA die Tabellenführung
Siebtes Spiel, sechster Sieg: Dortmund zeigt sich zunächst von der Niederlage gegen Real gut erholt, gerät dann aber ins Schwimmen. Die Analyse.

Borussia Dortmund hat am 7. Spieltag der Bundesliga die Tabellenführung behauptet. Nach der Niederlage in der Champions League gegen Real Madrid siegte der BVB beim FC Augsburg mit 2:1 (2:1).

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Dortmund-Trainer Bosz änderte seine Startelf im Vergleich zur Niederlage gegen Real auf fünf Positionen. Kagawa, Dahoud, Bartra, Pulisic und Weigl begannen statt Sahin, Castro, Toprak, Philipp und Götze. Die neuformierte Elf fand sich schnell und dominierte die erste Halbzeit fast nach Belieben.

In der Anfangsphase befreite sich Augsburg immer wieder mit Kontern, diese wurden mit zunehmender Spieldauer aber weniger. Kurz vor der Pause musste Augsburg-Trainer Baum wechseln: Für den über Adduktoren-Probleme klagenden Khedira kam Koo.

Nach dem Seitenwechsel wurde Augsburg deutlich aktiver und erarbeitete sich einige Torchancen, Dortmund zog sich zurück und versprühte kaum mehr Gefahr. Ein Ausgleich für Augsburg wäre absolut verdient gewesen.

Bei Augsburg sorgte speziell Max mit seinen starken Flanken immer wieder für Gefahr, die Abnehmer scheiterten jedoch wiederholt am reaktionsstarken Dortmund-Keeper Bürki. Dessen Pendant Hitz hielt in der Schlussphase einen kläglichen Elfmeter von Aubameyang.

Die Daten zum Spiel

Tore: 0:1 Yarmolenko (4.), 1:1 Caiuby (11.), 1:2 Kagawa (23.)

  • Aubameyang hat sein 200. Pflichtspiel (133 Tore) für den BVB bestritten.
  • Sancho, der kurz vor Transferschluss von Manchester City zu Dortmund wechselte, stand erstmals im Kader des BVB.
  • Augsburg traf saisonübergreifend im zwölften Bundesliga-Heimspiel in Folge und baute den Vereinsrekord damit weiter aus. Letztmals gelang Augsburg im Januar beim 0:2 gegen Hoffenheim kein Tor.

Der Star des Spiels: Andrey Yarmolenko

Yarmolenko war der aktivste und effektivste Dortmunder Angreifer: Das 1:0 erzielte er per Hacke selbst, das 2:1 bereitete er vor. Ansonsten war er stets anspielbar und bewies mit seiner dynamischen Spielweise Zug zum Tor. Yarmolenkos Zweikampfquote von 75 Prozent ist für einen Offensivspieler herausragend. In der 64. Minute wurde er für Philipp ausgewechselt.

Der Flop des Spiels: Martin Hinteregger

Sowohl im Defensiv- als auch im Aufbauspiel präsentierte sich Hinteregger schwach. Vor dem ersten Gegentreffer stolperte er den Ball unglücklich zu Yarmolenko, vor dem zweiten leistete er sich ein fatales Missverständnis mit Max und attackierte dann nicht entschlossen genug. Darüber hinaus leistete sich Hinteregger einige Stellungsfehler und etliche Fehlpässe.

Der Schiedsrichter: Marco Fritz

In der 79. Minute stand Fritz im Fokus, als er einen äußerst kuriosen Elfmeter gab: Erst entschied er auf Eckball für Augsburg, um sich dann am Spielfeldrand eine Szene anzuschauen, die sich 21 Sekunden zuvor im anderen Strafraum abgespielt hat. Koo hatte dort Piszczek gehalten. Da das Spiel in der Zwischenzeit ohne Unterbrechung weiterlief, musste Fritz so lange warten - und entschied dann zu Recht auf Elfmeter. Die Augsburger spielten insgesamt hart und begingen etliche Fouls, weshalb Fritz das Spiel oft unterbrechen musste. Obwohl es die eine oder andere Szene durchaus gerechtfertigt hätte, verzichtete Fritz jedoch lange darauf, die Gelbe Karte zu ziehen. Erst in der 62. Minute verwarnte er mit Caiuby den ersten Spieler - und in der Folge noch vier weitere.

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