Wolfsburg holt knappen Sieg bei Eintracht Frankfurt
Ein blitzsauberer Konter bringt Wolfsburg in Führung - und reicht letztlich zum Sieg. Frankfurt hat mitunter Pech vor dem Tor. Die Analyse.

Der VfL Wolfsburg hat am 2. Spieltag der Bundesliga den ersten Saisonsieg gefeiert. Die Wölfe gewannen mit 1:0 (1:0) bei Eintracht Frankfurt, das somit trotz ansprechender Leistung sieglos bleibt.

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In einer wilden ersten Halbzeit hatte Frankfurt um die 20. Minute herum zwei hervorragende Chancen. Erst scheiterte Mijat Gacinovic mit seinem Kopfball an Koen Casteels, wenig später traf Sebastien Haller ebenfalls per Kopf nur die Innenstange. Im direkten Gegenzug machte Daniel Didavi das 1:0 für Wolfsburg.

Bis zur Pause ließen sich die beiden Teams in der Folge keine Atempause: Harte Zweikämpfe und gefährliche Strafraumszenen reihten sich in beeindruckendem Tempo aneinander. Leichte Feldvorteile hatte dabei Wolfsburg, die besseren Chancen aber Frankfurt: Gacinovic scheiterte etwa kurz vor der Pause an der Latte.

Wolfsburg agierte in der Abwehr überraschenderweise mit einer Dreier-/Fünferkette, den zentralen Part übernahm der nominelle Mittelfeldspieler Ignacio Camacho. Bei Frankfurt feierte Kevin-Prince Boateng sein Startelfdebüt und absolvierte somit sein 100. Bundesligaspiel. Dabei zeigte er sich zwar bemüht, da ihm aber wenig gelang mit zunehmender Spieldauer auch etwas entnervt.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie etwas gemächlicher. Wolfsburg verwaltete die Führung, gefährlicher war weiterhin Frankfurt. In der Schlussphase belagerte die Eintracht das Wolfsburger Tor förmlich, zumindest der Ausgleich wäre absolut verdient gewesen.

Die Daten zum Spiel

Tor: 0:1 Didavi (22.)

  • Wie schon am ersten Spieltag standen bei Frankfurt elf Ausländer in der Startformation.
  • Frankfurt hat saisonübergreifend nur eines der letzten 17 Bundesligaspiele (fünf Remis, elf Niederlagen) gewonnen.
  • 22 Fouls in der ersten Halbzeit waren der bisherige Höchstwert in dieser Saison.

Der Star des Spiels: Daniel Didavi

Mit seinem Treffer zum 1:0 entschied der offensive Mittelfeldspieler die Partie. Ansonsten überzeugte Didavi mit gutem und sicherem Passspiel (bei 29 Zuspielen unterlief ihm kein einziger Fehlpass) und solidem Zweikampfverhalten (er gewann 60 Prozent seiner direkten Duelle).

Der Flop des Spiels: Gelson Fernandes

Als zentraler Mittelfeldspieler war Fernandes lediglich 24 Mal am Ball und zum Zeitpunkt seiner Auswechslung somit am seltensten aller Frankfurter Starter. Er gewann nicht einmal 40 Prozent seiner direkten Duelle. In der ersten Halbzeit sah er für ein taktisches Foul die Gelbe Karte.

Der Schiedsrichter: Benjamin Cortus

Speziell in der ersten Halbzeit hatte Cortus einige knifflige Zweikampf-Entscheidungen zu treffen und lag dabei größtenteils richtig. Nach einem Foul von Camacho an Boateng entschied er in der 29. Minute erst auf Elfmeter, nahm die Entscheidung auf Zuruf des Videoassistenten aber zurück. Boateng war im Vorfeld knapp im Abseits gestanden.

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