Freiburg erkämpft sich einen Punkt bei Eintracht Frankfurt
In einem umkämpften Spiel trennten sich Frankfurt und Freiburg mit 1:1. Insgesamt war es ein zerfahrenes Spiel, das keinen Sieger verdient hatte.

Der SC Freiburg hat seine Serie in der Bundesliga ausgebaut. Nach einem Rückstand erkämpften sich die Breisgauer am 18. Spieltag bei Eintracht Frankfurt ein 1:1 (0:1) und ist damit seit sechs Partien ungeschlagen.

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Frankfurt begann aus einer 3-5-2-Grundordnung heraus dominant. Comebacker Omar Mascarell war als zentraler Sechser vor der Abwehr direkt wieder auffällig und schlug mehrere starke lange Bälle. Mit einem davon leitete er in der 10. Minute die Doppelchance durch Sebastien Haller und Branimir Hrgota ein.

Obwohl die Eintracht deutlich mehr Ballbesitz hatte, hätten die Freiburger durch ein Fast-Eigentor von Marco Russ (13.) und den freistehenden Nils Petersen, der versuchte abzulegen, statt selbst abzuschließen, in Führung gehen können.

Zwar setzten beide Teams auffällig auf flache Kombinationen, die besten Offensivaktionen hatten die Hausherren jedoch immer dann, wenn sie das Mittelfeld schnell überbrückten. So fiel auch der Führungstreffer durch Haller nach einem langen Schlag von Mascarell.

Direkt nach dem Seitenwechsel traf Robin Koch nach einer Ecke per Kopfball zum Ausgleich, was der Partie eine Wendung gab: Fortan waren die Gäste spielbestimmend, die SGE kam in dieser Phase kaum noch über die Mittellinie. Erst in der Schlussphase fingen sich die Gastgeber und drückten auf ein Siegtor. Der Druck kam jedoch zu spät. Aufgrund der klaren Freiburger Leistungssteigerung nach der Pause geht das Remis in Ordnung.

Die Daten zum Spiel

Tore: 1:0 Haller (28.), 1:1 Koch (51.)

  • Fünf der letzten zehn Bundesliga-Gegentore kassierte die Eintracht nach einer Ecke. Insgesamt bekam kein Team mehr Gegentore nach Eckbällen als Frankfurt (sieben).
  • Frankfurt kassierte saisonübergreifend im 13. Bundesliga-Heimspiel in Serie mindestens einen Gegentreffer. Eine solche Serie gab es zuletzt zwischen März 2011 und Januar 2013. Damals blieb die Eintracht 14 Heimspiele in Folge ohne Weiße Weste.
  • Freiburg erzielte sieben der letzten neun Bundesliga-Tore nach einer Standardsituation (u.a. alle vier beim 4:3-Sieg in Köln).r.

Der Star des Spiels: Sebastien Haller

Strahlte in der Frankfurter Offensive ständig Gefahr aus. Noch ohne Glück bei seiner Torchance in der 10. Minute, später mit dem entscheidenden Schritt Vorsprung bei seinem Führungstor. Dazu eine starke Ballablage vor Gacinovic' Chance (44.). Gab mit Abstand die meisten Torschüsse aller Feldspieler ab (sechs).

Der Flop des Spiels: Branimir Hrgota

Vergab in der 10. Minute völlig frei die riesige Chance zur Führung. Agierte auch in der Folge unglücklich, schaffte es beispielsweise gleich zweimal nicht, eine Ecke herauszuholen und berührte den Ball selbst noch. Gewann nur zwei von zehn Zweikämpfen und brachte nur 76 Prozent seiner Pässe zum Mann. Musste in der 69. Minute für Marc Stendera raus.

Der Schiedsrichter: Sascha Stegemann

Leitete die Partie enorm souverän mit einer vernünftigen Linie, Aktionen zwar laufen zu lassen, aber dennoch konsequent durchzugreifen, wenn es nötig war. Korrekt, bei Freiburgs Ausgleichstreffer nicht auf eine aktive Abseitsposition von Petersen zu entscheiden, weil dieser Hradecky nicht die Sicht versperrte. Auch nach Salcedos Tackling gegen Dräger entschied er sich zu Recht gegen einen Elfmeter (59.).

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