Wilder Kick! BVB verschenkt 2:0-Führung
Ein Zwei-Tore-Vorsprung reicht dem Spitzenreiter nicht, weil sich die Eintracht nicht aufgibt und kämpft. Die Analyse.

Nächster Rückschlag für den Tabellenführer! Borussia Dortmund ist nach dem blamablen 1:1 in der Champions League gegen Nikosia auch in der Bundesliga gestolpert. Bei Eintracht Frankfurt reichte es trotz zwischenzeitlicher 2:0-Führung nur zu einem 2:2 (1:0).

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Nach einer extrem holprigen Anfangsviertelstunde wurde es wild in der Commerzbank-Arena: Zunächst wurde Ante Rebic ein Treffer wegen Abseits aberkannt, ehe der Angreifer in der nächsten Szene von Marc Bartra mit einem riskanten Tackling an einer Großchance gehindert wurde. Quasi im Gegenzug lenkte Nuri Sahin einen misslungenen Torschuss von Bartra zur BVB-Führung über die Linie (18.).

Peter Bosz bot bei den Gästen Julian Weigl das erste Mal in seiner Profikarriere als Innenverteidiger auf, neben ihm kam Neven Subotic zu seinem ersten Einsatz der laufenden Saison. Bartra und Jeremy Toljan komplettierten die Abwehrreihe, die bei der Abstimmung mit großen Problemen zu kämpfen hatte. Das ganze Spiel über ergaben sich große Freiräume für die Eintracht-Angreifer, die wegen fehlender Präzision der Frankfurter oder guter Einzelaktionen der BVB-Verteidiger aber zu selten genutzt werden konnten.

Doch auch der BVB tat sich lange unheimlich schwer, in die gefährlichen Räume zu kommen - Pierre-Emerick Aubameyang war mit acht Ballkontakten im ersten Abschnitt beispielsweise komplett abgemeldet. Erst im Chancengewitter ab Wiederanpfiff, als beide Teams das Mittelfeld aufgaben und sich gegenseitig hoch und runter jagten, gab es Räume für Schwarz-Gelb - und auch für die Eintracht. Der in der Kritik stehende BVB-Keeper Roman Bürki zeigte lange eine gute Vorstellung, verschuldete dann aber tollpatschig den Elfmeter vor dem 1:2.

Die Daten zum Spiel

Tore: 0:1 Sahin (18.), 0:2 Philipp (57.), 1:2 Haller (64./FE), 2:2 Wolf (68.)

Der Star des Spiels: Ante Rebic

Haller trat den Elfmeter zum Anschluss und Wolf schoss den Ausgleich - dennoch war es Rebic, der als engagiertester Frankfurter von der ersten bis zur letzten Minute rannte und an gefühlt jedem Angriff beteiligt war. Hatte die meisten Torschüsse (vier) und Vorlagen (drei), brachte gute Flanken in den BVB-Strafraum und gewann drei Viertel seiner Zweikämpfe.

Der Flop des Spiels: Pierre-Emerick Aubameyang

Komplettausfall! In Halbzeit eins komplett vom Spiel abgeschnitten (acht Ballaktionen), im zweiten Abschnitt extrem fahrlässig mit seinen Chancen. Muss zwingend ein Tor machen (51./53.), vergab seine wenigen Großchancen aber kläglich.

Der Schiedsrichter: Robert Hartmann

Schwieriges Spiel - guter Auftritt! Gutes Auge des Assistenten, der Rebic' vermeintliche Führung wegen Abseits zurücknahm (17.). In den wichtigen Szenen auf der Höhe und mit den richtigen persönlichen Strafen. Einzig Bartra hätte für seine Grätsche in der letzten Minute durchaus Rot statt Gelb sehen können.

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