Derby-Sieger zum Liga-Start! Gladbach ringt Köln nieder
Erfolgreicher Start in die Saison für die Fohlen. Vor heimischer Kulisse behält Gladbach im rheinischen Derby gegen Köln die Oberhand. Die Analyse.

Der 1. FC Köln hat einen Fehlstart in die Bundesligasaison 2017/18 hingelegt. Die Domstädter verloren das rheinische Derby beim Lokalrivalen Borussia Mönchengladbach mit 0:1 (0:0).

Borussia Mönchengladbach dominierte die erste Hälfte fast nach Belieben und zeigte dabei sehr ansehnliches und sicheres Kombinationsspiel. Thorgan Hazard, Raffael und Lars Stindl hatten hervorragende Chancen auf die Führung, vergaben aber leichtfertig.

Kurz vor der Pause musste Köln-Trainer Peter Stöger Konstantin Rausch, der bei einem Luftduell mit Hazard zusammengeprallt war, verletzungsbedingt auswechseln. Für ihn kam Jannes Horn.

Nach dem Seitenwechsel brachte Nico Elvedi die deutlich überlegenen Gladbacher verdientermaßen in Führung. Es war sein erstes Tor in der Bundesliga überhaupt.

In der Folge zog sich die Borussia etwas zurück, woraufhin Köln besser wurde und zu einigen Chancen kam. Vor allem Jhon Cordoba versprühte Gefahr. Der Modeste-Nachfolger kam insgesamt neun Mal zum Abschluss.

Die Daten zum Spiel

Tor: 1:0 Elvedi (49.)

Köln gewann nur zwei der vergangenen 14 Derbys gegen Borussia Mönchengladbach (außerdem drei Remis, neun Niederlagen).

Köln wartet seit acht Auswärtsspielen auf einen Dreier (drei Remis, fünf Niederlagen). Eine längere Serie ohne Sieg auf fremden Platz gab es in der Bundesliga für die Kölner zuletzt zwischen Dezember 2010 und April 2011 (neun Spiele).

Gladbachs Neuzugang Denis Zakaria unterlief bei seinen 52 Zuspielen kein einziger Fehlpass.

Der Star des Spiels: Ibrahima Traore

Dribbelstark, kreativ und kombinationsfreudig präsentierte sich Traore auf dem rechten Flügel. Den Treffer zum 1:0 bereitete er aber von der linken Seite, auf die er in dieser Situation kurzfristig rotiert war, vor. Immer wieder begeisterte Traore mit seiner Schnelligkeit in Eins-gegen-eins-Situationen. Darüber hinaus schlug er mit Abstand die meisten Flanken aller Gladbacher.

Der Flop des Spiels: Marcel Risse

Im ersten Bundesligaspiel seit seinem Kreuzbandriss im Dezember 2016 war Risse die fehlende Wettkampfpraxis deutlich anzumerken. Risse war lediglich 22 Mal am Ball, kam kein einziges Mal zum Abschluss und brachte nur etwas mehr als die Hälfte seiner Zuspiele an den Mann. In der 59. Minute wurde er ausgewechselt.

Der Schiedsrichter: Deniz Aytekin

In einem teilweise ruppigen Spiel hatte Aytekin einige schwierige Zweikampf-Entscheidungen zu treffen, grober Fehler unterlief ihm dabei keiner. Beim Treffer zum 1:0 für Gladbach konsultierte er den Videoassistenten und ließ das Tor nach Rücksprache zählen.

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