89. Minute! Pulisic sichert Dortmund spät den Sieg gegen Hoffenheim
Der BVB gewinnt auch Spiel drei unter Peter Stöger. Christian Pulisic schießt gegen Hoffenheim spät den Siegtreffer. Die Analyse.

Borussia Dortmund hat auch das zweite Spiel unter Trainer Peter Stöger gewonnen. Gegen die TSG 1899 Hoffenheim siegte der BVB vor heimischem Publikum nach Rückstand durch ein spätes Tor von Christian Pulisic mit 2:1 (0:1).

Guter Beginn des nach Stögers Auftaktsieg in Mainz personell wie taktisch unveränderten BVB, der durch Yarmolenko früh in Führung hätte gehen müssen (5.). Die Hausherren verteidigten erneut tief und setzten erst rund um die Mittellinie ein Mittelfeldpressing ein. Das hatte große Spielanteile für die Hoffenheimer zu Folge, die vor allem in Person von Vogt starke Verlagerungen auf die Flügel spielten und von dort aus gefährlich wurden.

Die Gäste bespielten besonders Dortmunds linke Seite um Schmelzer, Guerreiro und Pulisic häufig, da zwischen den drei Schwarzgelben teils große Räume aufgehebelt werden konnten. Nach dem Rückstand agierte die Borussia viel zu passiv, verzichtete fast gänzlich auf Pressing und versuchte lediglich, die Passwege zuzustellen. Dank ihrer Kombinationsstärke schafften es Hoffenheims Spieler dennoch mehrfach, sich ins vordere Drittel zu kombinieren, da sie am Ball kaum Gegnerdruck hatten.

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Ähnliches Bild auch nach der Pause, Hoffenheim bis zum Dortmunder Ausgleich eigentlich näher am zweiten Treffer. Sobald der BVB nach vorne umschalten wollte, legten die Kraichgauer ein starkes Gegenpressing an den Tag und lösten sich selbst auch immer wieder bärenstark aus Pressingsituationen in der eigenen Hälfte.

Nach dem Elfmetertreffer für den BVB stellte Stöger mit der Einwechslung von Dahoud personell um und beorderte Guerreiro auf den linken Flügel, Pulisic tauschte die Seite. Hoffenheim zwar weiterhin mit guten Torabschlüssen, doch Nagelsmanns Team ging am Ende etwas der Saft aus - viele Aktionen in die Offensive blieben unvollendet. Dortmund nun auch mit dem Mehr an Ballbesitz, im vorderen Drittel aber mit zu wenig Tempo und Überraschungsmoment - bis Pulisic in der Schlussminute den glücklichen Sieg sicherstellte.

Die Daten zum Spiel

Tore: 0:1 Uth (21.), 1:1 Aubameyang (63., Elfmeter), 2:1 Pulisic (90.)

  • Im 23. Pflichtspiel war es für Uth die 14. Torbeteiligung (12 Tore, 2 Vorlagen) - Bestwert bei der TSG. Neun Saisontore gelangen Uth zudem in der Bundesliga noch nie.
  • 14 Gegentore kassierte Dortmund in den letzten 6 BL-Heimspielen - mehr Gegentore in 6 aufeinanderfolgenden Heimspielen gab es zuletzt von März bis August 1983 (18).
  • Aubameyang erzielte sein 21. Pflichtspieltor im 23. Spiel diese Saison. Damit hat er jetzt in jeder seiner 5 BL-Spielzeiten mindestens 13 Saisontreffer erzielt.
  • Der BVB verlor keines der letzten zehn Pflichtspiele gegen Hoffenheim (6 Siege, 4 Remis).

Der Star des Spiels: Christian Pulisic

Rieb sich vielfach ohne Fortune in der Offensive auf und bestritt die meisten Zweikämpfe aller Dortmunder, wovon er über die Hälfte gewann. Legte sechs erfolgreiche Dribblings hin und erzielte den für seinen Klub so wichtigen Siegtreffer kurz vor Schluss, nachdem er auf die rechte Seite rückte.

Der Flop des Spiels: Raphael Guerreiro

Kommt seit der Rückkehr aus seiner langen Verletzungspause nicht in den Rhythmus und lieferte die nächste biedere Vorstellung ab. Bewies keine gute Abstimmung mit Hintermann Schmelzer und kam in den direkten Duellen häufig zu spät. Gewann so keine 30 Prozent seiner Zweikämpfe In der Offensive glücklos und mit schwachen Eckbällen.

Der Schiedsrichter: Harm Osmers

Sehr großzügige Linie des Unparteiischen, der im ersten Abschnitt allein vier Hoffenheimern hätte Gelb zeigen können. Grillitsch wurde bei seinem taktischen Foul an Pulisic wohl vom frühen Zeitpunkt gerettet (3.). Auch Hübner (gegen Yarmolenko, 11.) und Demirbay (gegen Weigl, 13.) hätten verwarnt gehört, Zubers Ellbogenschlag gegen Toljan übersah Osmers ebenfalls. Kurz nach der Pause hätte auch Yarmolenko für ein ähnliches Vergehen verwarnt gehört. Der Elfmeterpfiff für Dortmund war dagegen korrekt.

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