6:1! Furioses Borussia Dortmund schießt Gladbach ab
Borussia Dortmund setzt ein echtes Ausrufezeichen! Gladbach hat gegen den BVB keine Chance und geht sang- und klanglos unter. Die Analyse.

Borussia Dortmund hat im Topspiel des 6. Bundesliga-Spieltags gegen Borussia Mönchengladbach ein echtes Feuerwerk abgebrannt. Pierre-Emerick Aubameyang traf dreifach, Maximilian Philipp doppelt. Am Ende stand ein 6:1 (3:0) für den BVB auf der Anzeigetafel.

Erlebe die Bundesliga-Highlights auf DAZN. Hol' Dir jetzt Deinen Gratismonat!

Sehr rasante Partie in den ersten 45 Minuten - zunächst mit dem großen Unterschied, dass der BVB vor dem Kasten deutlich effektiver war. Gladbach verteidigte anfangs sehr diszipliniert und verschob gekonnt, Dortmund blieb ruhig und zog ein dominantes Ballbesitzspiel mit teils 85 Prozent Anteilen auf.

Was die Schwarzgelben sehr gut verstanden haben, war, das 4-4-2 der Fohlen extrem in die Breite zu spielen und somit auseinander zu ziehen. Die Gäste standen in den entscheidenden Situationen dann nicht mehr kompakt genug - zwei Gegentore nach Schnittstellenpässe aus dem personell neu aufgestellten Dortmunder Zentrum darf eine solch tiefstehende Mannschaft eigentlich nicht kassieren.

Dortmund zeigte jedoch auch die gewohnten Schwächen des offensiven Bosz-Systems und schaffte es einige Male nicht, die eigenen Angriffe ausreichend abzusichern. So rannte der BVB nach Ballverlust in einige Konter, doch wie beschrieben fehlte den Gladbachern in Person von Hazard (zwei Mal) und Stindl die Kaltschnäuzigkeit vor dem Kasten.

Gladbach versuchte immer wieder, den Spielaufbau des BVB etwas höher anzulaufen, ließ sich vom Dortmunder Tempo jedoch schnell wieder nach hinten drücken. Bezeichnend für die defensive Schlafmützigkeit der Gäste war der schnelle Gegentreffer zum 0:4, als sich niemand für Aubameyang verantwortlich fühlte.

Der BVB, der sich phasenweise in einen Rausch spielte, nahm rund 25 Minuten vor dem Ende den Fuß vom Gas und kassierte sein erstes Gegentor - wie die Höhe des Ergebnisses war auch dies nicht unverdient.

Die Daten zum Spiel

Tore: 1:0 Philipp (28.), 2:0 Philipp (38.), 3:0 Aubameyang (45.), 4:0 Aubameyang (49.), 5:0 Aubameyang (63.), 5:1 Stindl (66.), 6:1 Weigl (79.)

  • Dortmund schoss in dieser Saison 18 Tore, ohne ein einziges Gegentor kassiert zu haben - BL-Rekord! Den alten Rekord hielten Stuttgart 2003/04 und Bayern 2007/08, die bis zu ihrem ersten Gegentor jeweils 11 Tore erzielten. Der Gegentreffer durch Stindl war der saisonübergreifend der erste seit 537 Minuten in der Bundesliga.
  • Das letzte Mal, dass der BVB gegen Gladbach in einem BL-Heimspiel nicht treffen konnte, war im August 1988. Dortmund konnte zudem in jedem der letzten 5 BL-Spiele gegen die Fohlen mindestens 3-mal treffen (insgesamt 17 Mal).
  • In seinem 4. BL-Spiel gegen die Fohlen trifft Philipp zum vierten Mal - gegen keinen Bundesligisten traf er häufiger. Im 2. BL-Heimspiel in Folge trifft Philipp zudem doppelt. Und: Der Ex-Freiburger war erstmals an 3 BL-Toren direkt beteiligt.
  • Die Serie hält: Der BVB verlor keines der letzten 41 Bundesliga-Heimspiele (34 Siege, 7 Remis), das ist laufender Vereinsrekord.
  • Julian Weigl erzielt in seinem 62. BL-Spiel seinen 1. Treffer - und das bei seinem Startelf-Comeback nach über vier Monaten Verletzungspause. Ömer Toprak dagegen kam auf 181 Ballaktionen - klarer Saisonrekord 2017/18.

Der Star des Spiels: Pierre-Emerick Aubameyang

Lieferte den nächsten Beweis, weshalb Manager Zorc davon sprach, "diesen Spieler zu lieben". Bereitete das 1:0 klasse vor, köpfte ans Aluminium und ließ später noch drei Buden am Stück folgen. Insgesamt mit acht Torschüssen und drei Torschussvorlagen. Ist nun mit acht Saisontreffern alleiniger Führender der Torschützenliste. Ebenfalls stark: Philipp.

Der Flop des Spiels: Matthias Ginter

Dem Ex-Dortmunder wollte an alter Wirkungsstätte so gut wie nichts gelingen. Sein Fehlpass ließ das 0:2 entstehen. Dazu mit einer lange Zeit unterirdischen Passquote und zusammen mit seinen Defensivkollegen teils heillos überfordert mit dem Dortmunder Zug zum Tor.

Der Schiedsrichter: Manuel Gräfe

Ließ vor allem zu Beginn die Pfeife stumm, blieb dieser Linie aber weitestgehend treu und hatte mit einer fairen Partien kaum Probleme - souveräner Auftritt.

Kommentare ()