Nach Ulreich-Bock: Bayern verspielt 2:0 gegen Wolfsburg
Der FC Bayern verspielt vor heimischer Kulisse eine 2:0-Führung gegen den VfL Wolfsburg. Auch, weil Neuer-Vertreter Ulreich patzt. Die Analyse.

Der FC Bayern München hat in der Bundesliga einen Rückschlag erlitten. Zum Auftakt des 6. Spieltags kam der Rekordmeister zuhause gegen den VfL Wolfsburg nur zu einem 2:2 (2:0). Die Wölfe beendeten eine fast 16 Jahre dauernde Horrorserie.

Rückschlag für den FC Bayern, der mit weniger Tempo und Intensität spielte als noch am Dienstag auf Schalke, dafür schlichen sich einige Unkonzentriertheiten ein. Gegen die extrem tief verteidigenden Wolfsburger entwickelte sich so ein Geduldsspiel, das durch den strittigen Elfmeter in Richtung der Münchner kippte.

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Wolfsburg kam nur selten nach vorne und spielte seine wenigen Konterchancen schlampig aus. Durch Arnolds Freistoßtreffer, bei dem Ulreich patzte, waren die Wölfe aber wieder im Spiel und mit der Chance auf den Ausgleich. Da die Bayern nach dem Anschlusstreffer das Spiel nicht mehr unter Kontrolle brachten, wurden sie mit dem 2:2 bestraft.

Die Daten zum Spiel

Tore: 1:0 Lewandowski (33., FE), 2:0 Robben (43.), 2:1 Arnold (56.), 2:2 Didavi (83.)

Erstmals seit Dezember 2001 (3:3) holt der VfL mal wieder einen Punkt beim FC Bayern München. Die restlichen 23 Gastspiele beim FCB wurden allesamt verloren.

  • Das letzte Team, das in einem BL-Spiel bei den Bayern nach einem Rückstand mit min. 2 Toren zur Pause noch punktete, war der FC Hansa Rostock im März 2004 beim 3:3 (2:2) im Olympiastadion.
  • Arjen Robben erzielte sein 92. BL-Tor im 173. Spiel für den FC Bayern und zog damit mit Bayerns "Rekord-Ausländer" Giovane Elber gleich.
  • Robert Lewandowski verwandelte seine letzten 26 Elfer in Pflichtspielen (inkl. Elferschießen, für Klub & Land) allesamt! Zuletzt scheiterte er vor gut drei Jahren vom Punkt (August 2014 bei Preußen Münster im DFB-Pokal).

Der Star des Spiels: Maximilian Arnold

Spulte beim VfL das größte Laufpensum ab und war der zentrale Mann, als der VfL in der zweiten Halbzeit etwas aus der Deckung kam. Funktionierte als Anspielstation und Ballverteiler, erzielte zudem den Treffer zum 1:2.

Der Flop des Spiels: Sven Ulreich

Auch sein Gegenüber Koen Casteels hatte einige Wackler, aber Ulreich leistete sich einen krassen Fehler, der einem Torhüter auf diesem Niveau eigentlich nicht passieren darf. Holte Wolfsburg mit seinem Patzer wieder in die Partie.

Der Schiedsrichter: Christian Dingert

Mit einigen kleinlichen Entscheidungen und Fehlern in der Zweikampfbewertung. Die Elfmeterentscheidung war hart, weil es nur einen leichten Kontakt gab, aber keine eklatante Fehlentscheidung, so dass auch der Videoassistent nicht eingreifen konnte.

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