Starke Bayern zwingen PSG in die Knie - zum Gruppensieg reicht es nicht
Mit einer ganz starken Leistung bezwingt der FC Bayern PSG. Am Ende reicht das 3:1 aber nicht mehr zum Gruppensieg. Die Analyse.

Der FC Bayern München hat am 6. Spieltag der Champions League gegen Paris Saint-Germain einen Prestigeerfolg gefeiert. Die Münchner gewannen zuhause mit 3:1 (2:0). Für den Gruppensieg reichte es nach dem 0:3 im Hinspiel aber nicht mehr.

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Ganz anderes Spiel als in Paris. Die Bayern verteidigten im 4-1-4-1 viel tiefer und kompakter, PSG hatte mehr Ballbesitz (1. Halbzeit: 58 Prozent), aber weniger Möglichkeiten, die schnellen Offensivspieler im Umschaltspiel in Szene zu setzen. Trotzdem kamen die Gäste zu einigen guten Abschlüssen, die sie weniger konsequent nutzten als im Hinspiel. Ganz anders die Bayern, die nicht so viele Chancen liegen ließen wie noch am Samstag gegen Hannover.

Trotz des 0:2-Pausenrückstands kam PSG sehr ruhig aus der Kabine und spielte weiter auf Ballbesitz, der schnelle Anschlusstreffer ließ die Partie zu Gunsten der Franzosen kippen. Die Bayern verloren mehr den Zugriff, hatten weniger Entlastung und ließen eine Reihe weiterer Chancen zu.

Mit dem überraschenden dritten Treffer der Bayern war das Pariser Selbstvertrauen aber erstmal verschwunden, die Bayern drängten zehn Minuten auf das vierte Tor, ehe PSG sich wieder erholte und das Ergebnis für den Gruppensieg nach Hause fuhr.

Die Bayern treffen als Gruppenzweiter auf einen Ersten, die Achtelfinalpartien werden am Montag ausgelost.

Die Daten zum Spiel

Tore: 1:0 Lewandowski (8.), 2:0 Tolisso (37.), 2:1 Mbappe (50.), 3:1 Tolisso (69.)

In den letzten 63 Pflichtspielen in der Allianz Arena in Serie trafen die Bayern immer mindestens einmal, eine längere Heimserie dieser Art hatten die Münchner nur von 1979 bis 1982 (77 Pflichtspiele).
Bayern konnte zum 4. Mal in Folge in einem Pflichtspiel nicht zu null spielen, das ist die längste Serie beim FCB im Kalenderjahr 2017.
Lewandowski erzielte sein 50. Europapokaltor (im 90. Spiel), sein 43. Tor in der Champions League. Damit lässt er Alessandro Del Piero hinter sich - nur 10 Spieler trafen häufiger in diesem Wettbewerb.

Der Star des Spiels: James Rodriguez

Ideengeber der Münchner Offensive. Hatte die zweitmeisten Ballaktionen (nach Tolisso), spielte kluge Pässe und arbeitete auch gut nach hinten. Seine Flanken sind eine Waffe: Leitete das 1:0 ein und legte das 2:0 mustergültig vor.

Der Flop des Spiels: Dani Alves

Mit dem einen oder anderen Problem in der Defensive gegen Ribery oder James, offensiv ganz gefällig. Hatte an zwei Gegentreffern seinen Anteil: Hob vor dem 1:0 das Abseits auf und konnte vor dem 3:1 Coman nicht halten.

Der Schiedsrichter: Cüneyt Cakir (Türkei)

Verlor im Laufe der Partie immer mehr seine Linie und leistete sich viele Fehler. Legte vor allem beim Verteilen der Gelben Karten zweierlei Maß an. Hätte Verratti und Draxler auch früh verwarnen müssen, wenn er Kimmich für sein Foul an Neymar bestraft. Richtig bei Cavanis Ausrutscher im Strafraum nicht auf Elfmeter zu entscheiden. Hätte Tolisso für seine Schwalbe auch mit Gelb-Rot vom Platz schicken können, ebenso Marquinhos nach dessen taktischen Foul an Coman.

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