Wasserschlacht in München: FC Bayern ringt starke Leverkusener nieder
Der FC Bayern feiert einen gelungenen Start in die neue Saison. Gegen starke Leverkusener hat der Rekordmeister aber im zweiten Durchgang Probleme.

Der FC Bayern München hat das Auftaktspiel der 55. Bundesligasaison gewonnen. Gegen Bayer Leverkusen setzte sich der Titelverteidiger mit 3:1 (2:0) durch.

Der FC Bayern, der etwas überraschend im 4-3-3 und nicht im 4-2-3-1 agierte, stellte die Weichen früh auf Sieg, weil wie schon im Pokal die Standardsituationen funktionierten. Süle traf nach Freistoß von Rudy und Tolisso nach einer Ecke. Die bessere Mannschaft war über weite Strecken aber Leverkusen.

Bayer hatte seine Möglichkeiten, insgesamt mehr Torschüsse (19:13), eine bessere Passquote (87:86 Prozent) und ebenso viel Ballbesitz. Allerdings waren die Gäste im Abschluss nicht zwingend und konsequent genug.

Bayer-Trainer Heiko Herrlich reagierte zur Halbzeit, wechselte doppelt und stellte auf 3-4-3 um. Leverkusen kam gleich zu guten Möglichkeiten, mit dem Elfmetertor von Lewandowski war das Spiel aber entschieden. Und das obwohl Bayern hinten weiter anfällig war und viel zuließ. Bayer agierte vor dem Tor aber teilweise kläglich.

Die Daten zum Spiel

Tore: 1:0 Süle (9.), 2:0 Tolisso (19.), 3:0 Lewandowski (53., FE), 3:1 Mehmedi (65.)

Bayern ist seit 23 Bundesliga-Heimspielen unbesiegt (18 Siege, 5 Remis), die letzte Heimpleite gab es im März 2016 unter Pep Guardiola beim 1:2 gegen Mainz.
Erstmals seit 2007 trafen zwei Spieler des FC Bayern bei ihrem BL-Debüt für den FCB (Klose & Toni beim 3:0 gegen Rostock).

Der Star des Spiels: Corentin Tolisso

Keine überragende, aber eine ordentliche Partie des Neuzugangs, der als erster Franzose bei seinem Debüt für den FCB direkt traf. Spielte die meisten Pässe bei den Münchner, spulte ein großes Laufpensum ab und gewann 67 Prozent seiner Zweikämpfe.

Der Flop des Spiels: Kevin Volland

Nach Chicharitos Abschied als Mittelstürmer gefordert. Machte zum Auftakt keine gute Figur. Agierte im Abschluss äußerst unglücklich und zögerlich und stand damit sinnbildlich für Bayers Abschlussschwäche. Gewann zudem nur einen seiner elf Zweikämpfe.

Der Schiedsrichter: Tobias Stieler

Lag mit einigen Freistoßentscheidungen daneben und musste sich so immer wieder auf Diskussionen mit den Spielern einlassen. Nahm beim Elfmeter für Bayern den Video-Assistenten zu Hilfe und entschied dann auf Strafstoß. Bellarabis Check gegen Kimmich hätte mindestens Gelb verdient. Auch Vidal hatte Glück, dass er für sein Foul an Brandt nicht Gelb-Rot sah.

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