Alario-Debüt geglückt: Bayer Leverkusen bezwingt den HSV
Lucas Alario steuert bei seinem Debüt gleich einen Treffer zum Leverkusener Sieg bei. Der HSV fährt ohne Punkt nach Hause. Die Analyse.

Bayer Leverkusen hat zum Abschluss des 6. Bundesliga-Spieltags zuhause drei Punkte eingefahren. Beim Debüt von Neuzugang Lucas Alario bezwang die Werkself den Hamburger SV mit 3:0 (2:0), dem Argentinier gelang sogar gleich ein Tor.

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Die Frage, ob der HSV wie gegen Dortmund früh attackieren würde, war schnell beantwortet: Gisdol verordnete seinem Team wieder eine defensivere Herangehensweise, allerdings agierten die Rothosen über das gesamte Feld zu wenig aggressiv in den Duellen.

Hamburg verzeichnete seine Ballgewinne beinahe nur in der eigenen Hälfte, so dass der Weg ins letzte Drittel weit war. Man tat sich grundsätzlich schwer im Spielaufbau, da es bisweilen auch an Basics wie Ballan- und mitnahme haperte.

Die auf sechs Positionen veränderten Leverkusener dagegen deutlich klarer mit Ball am Fuß, vor allem beim Umschaltspiel. Bayer kam verstärkt über die Flügel in den Rücken der Hamburger Abwehr

Nach der Pause und Gisdols Doppelwechsel stellte der HSV auf 4-4-2 um. Auf Anhieb wurden die Gäste dadurch offensiv zwingender, die Passgenauigkeit schnellte in die Höhe. Besonders der eingewechselte Waldschmidt bot sich immer wieder gut zwischen den Linien an, doch den Hamburgern fehlte rund um den Strafraum die Ruhe und Klarheit.

Leverkusen wurde dagegen etwas fahriger gegen den Ball, die Abstände zwischen den beiden Viererketten gerieten zu groß. Daraus resultierte ein offenes Spiel mit großen Räumen im Mittelfeld für Gegenstöße. Einen davon nutzten die Hausherren gegen Ende der Partie für die endgültige Entscheidung.

Die Daten zum Spiel

Tore: 1:0 Volland (20.), 2:0 Alario (23.), 3:0 Volland (83.)

  • Alario ist der zweite Argentinier, der für Bayer in der Bundesliga zum Einsatz kam - und auch gleich traf. Für Bailey waren es die beiden ersten Torbeteiligungen in der Bundesliga.
  • Leverkusen ist zu Hause seit 9 BL-Spielen gegen den HSV unbesiegt (7 Siege, 2 Remis), die letzten 6 davon wurden allesamt gewonnen (19:4 Tore).
  • HSV-Coach Markus Gisdol kassierte im 120. Spiel seine 50. Niederlage als Trainer in der Bundesliga.

Der Star des Spiels: Kevin Volland

Zwei Schüsse, beide aufs Tor, beide drin - so sieht ein idealer Arbeitsnachweis eines Stürmers aus. Technisch stark beim wichtigen 1:0, dazu mit guten Laufwegen und immer eine Herausforderung für die gegnerische Defensive. Ebenfalls stark: Bailey und Debütant Alario.

Der Flop des Spiels: Walace

Ohne jeglichen Zugriff im Zentrum und in über 50 Prozent seiner direkten Duelle nur zweiter Sieger. Seine Impulse für das Aufbauspiel waren gering, insgesamt verlor er 17 Mal den Ball und damit am häufigsten beim HSV. Brachte zudem gerade einmal jeden zweiten Pass an den Mann.

Der Schiedsrichter: Dr. Robert Kampka

Hatte die eine oder andere knifflige Situation zu bewerten und lag dabei nicht immer richtig, beging in diesen Fällen aber keinen großen Fehler. Beim Duell zwischen Aranguiz und Waldschmidt nach einer Stunde hatte Bayer Glück, dass Kampka nicht auf Strafstoß für den HSV entschied - wenn auch die Szene nicht eindeutig war.

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