Nullnummer gegen Augsburg: Bayer 04 muss nächsten Dämpfer hinnehmen
Bayer Leverkusen muss nach der Derbypleite gegen Köln den nächsten Dämpfer im Rennen um die Champions League hinnehmen.

Bayer Leverkusen geht im Endspurt um die Champions-League-Plätze anscheinend die Luft aus. Knapp zwei Wochen nach der 0:2-Derbypleite beim Abstiegskandidaten 1. FC Köln kam die Werkself trotz teilweise drückender Überlegenheit gegen den FC Augsburg nur zu einem 0:0. Bayer gerät dadurch im Kampf um die Teilnahme an der Königsklasse weiter ins Hintertreffen.

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Augsburg, das auch das 14. Bundesliga-Duell mit Leverkusen nicht gewann, verharrt im Niemandsland der Tabelle, dürfte mit dem Abstiegskampf aber nichts mehr zu tun haben.

Charles Aranguiz vergibt einzige Chance in der ersten Halbzeit     

Im Gegensatz zum Auftritt in der Domstadt war Leverkusen, wo Heiko Herrlich zum 50. Mal in der Bundesliga auf der Trainerbank saß, von Beginn an hochkonzentriert und schnürte die Gäste nach einer kurzen Abtastphase in deren Hälfte ein.

Bereits nach einer Viertelstunde hätte der starke Charles Aranguiz Bayer in Führung bringen müssen. Der Chilene verzog aber nach einem missglückten Abwehrversuch von Martin Hinteregger aus zehn Metern.

Bayer musste kurzfristig auf seinen Kapitän Lars Bender verzichten, der erneut wegen Leistenbeschwerden passen musste. Zudem fehlte bei Leverkusen der rotgesperrte Torjäger Lucas Alario. An dessen Stelle spielte Nationalspieler Kevin Volland, der stets für Gefahr im FCA-Strafraum sorgte. Trotz drückender Überlegenheit gab es für Bayer aber vor der Pause keine großen Chancen mehr, da die meisten Versuche in der Offensive untauglich waren. Schüsse aus der zweiten Reihe von Nationalspieler Julian Brandt und Leon Bailey waren ebenso unpräzise wie ein Kopfball von Abwehrspieler Jonathan Tah. 

FC Augsburg beschränkt sich aufs Verteidigen

Augsburg, das bereits in der 38. Minute seinen angeschlagenen Kapitän Daniel Baier durch Sergio Cordova ersetzen musste, bemühte sich zwar immer wieder um Entlastung. Aber die wenigen Konter verpufften, da Bayer defensiv gut stand und die Möglichkeiten der bayrischen Schwaben schon im Keim erstickte.  

Auch nach dem Seitenwechsel drückten die Gastgeber permanent auf einen Treffer. Allerdings agierte Bayer in vielen Szenen nach wie vor viel zu umständlich. FCA-Torwart Marvin Hitz musste zwar ständig auf der Hut sein, so richtig gefordert wurde der Schweizer Nationalkeeper aber nicht. Als Volland in der 57. Minute alleine Richtung FCA-Tor marschierte, wurde er noch von Hinteregger abgefangen.

Kurz darauf wurde das vermeintliche 1:0 durch Brandt (65.) vom Videoassistenten zurückgepfiffen, da Vorlagengeber Bailey im Abseits stand und den Ball noch leicht berührte. 

FCA-Coach Manuel Baum, einst Assistent von Herrlich bei der SpVgg Unterhaching, konnte trotz dieser Schrecksekunde mit der Abwehrleistung seines Teams, das im zweiten Durchgang auch im Spiel nach vorne deutlich mutiger agierte, sehr zufrieden sein.

 

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