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Javier Aguirre
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Mexiko-Stadt. Sein Gesicht ist gezeichnet, sein Ausdruck streng. Ein Blick von Mexikos Nationaltrainer Javier Aguirre Onainda genügt und man meint, den Typ Mensch zu kennen, der vor einem steht. Ein rigoroser Anführer. Ein gewissenhafter Arbeiter. Ein Trainer, der mehr harter Hund als kollegialer Freund zu sein scheint. „Er ist unser Trainer, unser Leader. Es gibt nicht mehr zu sagen“, meinte Gerardo Torrado erst neulich, nachdem Aguirre wegen fragwürdiger Aussagen unter Druck stand. Die Aussage trifft den Kern. Aguirre sieht nicht nur wie ein General aus, er ist es auch. Mit Härte und Disziplin führt er seine Spieler, die ihn bisweilen bedingungslos folgen.
Der doppelte Retter in Not
Schon zwei Mal war er der Retter in Not für „El Tri“. 2001 und eben 2009 stand die Mannschaft vor dem Abgrund, das Scheitern in der WM-Qualifikation drohte. Dann kam der 52-Jährige und schaffte die Wende. In beiden Fällen drehte er die aussichtslose Situation und führte sein Team zur Weltmeisterschaft. Mit seinen bekannten Methoden. Bevor der Einzelne glänzen kann, muss die Einheit perfekt funktionieren. Geprägt ist der Mexikaner dabei von seinem baskischen Hintergrund. Der Baske gilt als fleißiger, aber mitunter knorriger und sturer Zeitgenosse. Wie eben Aguirre.
Größte Erfolge mit Osasuna
Wenig verwunderlich, dass er ausgerechnet im Baskenland seine größten Erfolge als Trainer feierte. Mit CA Osasuna, ein Verein der jahrelang im Schatten von Athletic Bilbao stand, erreichte er die Qualifikation zur Champions League, scheiterte dort aber denkbar knapp am Hamburger SV. „El Vasco“ (der Baske) wählte dann den Weg in die spanische Haupstadt, wurde bei Atletico Madrid aber nie glücklich. Seine ruhige, oft eigenbrötlerische Art kam beim Klub, wo Anspruch und Wirklichkeit nicht selten auseinanderklaffen, nie gut an. Aguirre blieb zwar drei Jahre, glücklich wurde der Mexikaner aber nie. Die Erwartungen in ihn konnte er nur selten erfüllen. Sein taktisches Konzept, das wenig Spielraum für die Stars bietet, wurde ihm schnell zum Verhängnis.
Ein bodenständiger Arbeiter musste her
Doch bevor die Vereinsoberen den Mexikaner entlassen konnten, trat er selbst zurück. Eine Entlassung wollte er sich ersparen. Nach seinem Rücktritt nahm er die Schuld dennoch auf sich: „Ich habe verstanden, dass ich ein fundamentaler Teil der Krise bin, in der sich die Mannschaft aktuell befindet.“ Auch das ist Aguirre. Ehrlich, nie um eine Ausrede bemüht und bis zur letzten Sekunde ein Anführer. Der Mann aus Mexiko-Stadt stellt sich immer vor seine Mannschaft, schützt seine Spieler. Deshalb haben ihn die Mexikaner auch zurückgeholt. Die von internen Streitigkeiten geplagte Auswahl brauchte einen Anführer. Nach „Weltmann“ Sven-Göran Eriksson sollte es zudem einer von ihnen sein. Ein bodenständiger Arbeiter. Die Wahl fiel wenig überraschend auf den „Basken“.
Den Draht zum Team gefunden
Der Retter der Nation musste zum zweiten Mal Wunder wirken und erfüllte die in ihn gesteckten Erwartungen. Ohne Zauberei, dafür mit harter Arbeit. Wenige Monate vor der Weltmeisterschaft in Südafrika wird die Handschrift des Nationaltrainers immer klarer. Seine Philosophie, Jungstars wie Vela oder Jonathan dos Santos in die Mannschaft einzubauen, greift. Vor allem die hochtalentierte Jungstars lehnen sich am Anführer an, sie vertrauen ihn und zahlen den entgegengebrachten Respekt mit Leistung zurück. Der baskische General, der mitunter unnahbar scheint, hat den Draht zu seinen Spielern gefunden. Nach außen gibt er den harten Hund, nach innen ist er aber ein kollegialer Freund. Ganz entgegen seiner Erscheinung. Obwohl auf seinem Reisepass Mexiko steht, ist er mehr Baske. Und Basken sind nicht nur fleißig, knorrig und stur, sondern haben ein gutmütiges Naturell und feiern gern. Wie eben Aguirre.
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Der doppelte Retter in Not
Schon zwei Mal war er der Retter in Not für „El Tri“. 2001 und eben 2009 stand die Mannschaft vor dem Abgrund, das Scheitern in der WM-Qualifikation drohte. Dann kam der 52-Jährige und schaffte die Wende. In beiden Fällen drehte er die aussichtslose Situation und führte sein Team zur Weltmeisterschaft. Mit seinen bekannten Methoden. Bevor der Einzelne glänzen kann, muss die Einheit perfekt funktionieren. Geprägt ist der Mexikaner dabei von seinem baskischen Hintergrund. Der Baske gilt als fleißiger, aber mitunter knorriger und sturer Zeitgenosse. Wie eben Aguirre.
Größte Erfolge mit Osasuna
Wenig verwunderlich, dass er ausgerechnet im Baskenland seine größten Erfolge als Trainer feierte. Mit CA Osasuna, ein Verein der jahrelang im Schatten von Athletic Bilbao stand, erreichte er die Qualifikation zur Champions League, scheiterte dort aber denkbar knapp am Hamburger SV. „El Vasco“ (der Baske) wählte dann den Weg in die spanische Haupstadt, wurde bei Atletico Madrid aber nie glücklich. Seine ruhige, oft eigenbrötlerische Art kam beim Klub, wo Anspruch und Wirklichkeit nicht selten auseinanderklaffen, nie gut an. Aguirre blieb zwar drei Jahre, glücklich wurde der Mexikaner aber nie. Die Erwartungen in ihn konnte er nur selten erfüllen. Sein taktisches Konzept, das wenig Spielraum für die Stars bietet, wurde ihm schnell zum Verhängnis.
Ein bodenständiger Arbeiter musste her
Doch bevor die Vereinsoberen den Mexikaner entlassen konnten, trat er selbst zurück. Eine Entlassung wollte er sich ersparen. Nach seinem Rücktritt nahm er die Schuld dennoch auf sich: „Ich habe verstanden, dass ich ein fundamentaler Teil der Krise bin, in der sich die Mannschaft aktuell befindet.“ Auch das ist Aguirre. Ehrlich, nie um eine Ausrede bemüht und bis zur letzten Sekunde ein Anführer. Der Mann aus Mexiko-Stadt stellt sich immer vor seine Mannschaft, schützt seine Spieler. Deshalb haben ihn die Mexikaner auch zurückgeholt. Die von internen Streitigkeiten geplagte Auswahl brauchte einen Anführer. Nach „Weltmann“ Sven-Göran Eriksson sollte es zudem einer von ihnen sein. Ein bodenständiger Arbeiter. Die Wahl fiel wenig überraschend auf den „Basken“.
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