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Gerardo Daniel Martino
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Asuncion. Wir schreiben den 10. September 2009. Nach mitteleuropäischer Zeit ist es 2.51 Uhr. Das Stadion Defensores del Chaco wird beinahe aus seiner Verankerung gerissen. Paraguay hat sich gerade zum vierten Mal in Folge für eine Weltmeisterschaft qualifiziert. Und diese Qualifikiation ist eine ganz Besondere. Denn der entscheidende Sieg am drittletzen Spieltag der CONMEBOL gelang gegen die sonst so übermächtigen Argentinier.
Genugtuung gegen die Gauchos
Ausgerechnet Argentinien – das Heimatland des paraguayischen Coaches Gerardo Martino. Damit war der 47-Jährige, der in seiner Heimat lange unterschätzt wurde, am Höhepunkt seiner Trainerkarriere angelangt. Unermüdlich arbeitete sich der etwas bullige Übungsleiter, welcher als Aktiver mit einer feinen Technik ausgestattet war und es als Spielmacher bis in das Nationalteam der Gauchos schaffte, Schritt für Schritt die Trainerleiter hoch.
Seit 1998 auf der Trainerbank
1998 bestieg „El Tata“ (auf Deutsch: der Großvater) die erste Stufe, indem er vier Jahre in Argentinien bei kleineren Vereinen wirkte. Zunächst in Liga zwei bei Club Almirante Brown und Platense, anschließend in der Eliteliga bei Instituo. Anschließend zog es den als äußerst bescheiden geltenden Arbeiter in seine jetzige Heimat Paraguay. Dort feierte er zahlreiche Erfolge mit Cerro Porteño und Libertad Asunción. Letztere führte er zum ersten Mal in der Klubgeschichte bis ins Halbfinale der Copa Libertadores.
Februar 2007: die Albirroja ruft
Dies blieb auch dem nationalen Verband nicht verborgen und so wurde Martino im Februar 2007 zu Paraguays Nationalcoach ernannt. Trotz des tollen Angebotes, von dem viele seiner Berufsgenossen zeitlebens vergeblich träumen, konnte sich der Mann, dessen Vorbild Südamerikas Trainerlegende Marcelo Bielsa ist, zu diesem Schritt nur schweren Herzens durchringen. „Bevor ich das Amt als Nationaltrainer angenommen habe, konnte ich sagen, dass ich in dem Bereich arbeite, der mir Spaß macht, nämlich im Fußball. Ich war glücklich. Dabei ist es praktisch unmöglich, im Fußball zu arbeiten und glücklich zu sein. Jetzt ist das schon nicht mehr so. Es hat sich ganz automatisch geändert“, so ein nachdenklicher Albirroja-Coach.
„Staatsfeind Nummer eins“
Vor allem die immense Verantwortung, die man als Coach eines ganzen Landes trägt, macht dem wie Lionel Messi in Rosario aufgewachsenen Martino hin und wieder schwer zu schaffen. So fährt „El Tata“ fort: „Vorher habe ich die Verantwortung für einen Teil der Bevölkerung getragen. Jetzt hängt das Schicksal des ganzen Landes von meiner Arbeit ab. Einerseits bin ich überglücklich, wenn wir gewinnen, andererseits fühle ich mich aber auch für Niederlagen sehr stark verantwortlich. Das geht so weit, dass ich den Leuten auf der Straße nach einem schlechten Ergebnis nicht in die Augen schauen kann. Ich würde das vielleicht so beschreiben: Als ich noch ein Kandidat für dieses Amt war, war ich im Paradies. Sobald ich es übernommen hatte, wurde ich zum Staatsfeind Nummer eins. So drastisch ist das.“ Dennoch fühle er sich in seinem Amt, in dem er beste Arbeitsbedingungen genieße, sehr wohl.
„Ich glaube, danach könnte ich beruhigt sterben“
Vor allem seit jenem 10. September 2009, als es ihm gelang sich als zweites südamerikanisches Land nach Brasilien für die Weltmeisterschaft in Südafrika zu qualifizieren – die insgesamt achte WM-Teilnahme des an Brasilien und Argentinien grenzenden Binnenlandes. Kein Wunder, sagte der als ausgesprochener Taktikfuchs doch bereits im August 2007 gegenüber fifa.com auf die Frage, was es ihm eine erfolgreiche WM-Qualifikation bedeuten würde: „Das wäre das Größte! Ich glaube, danach könnte ich beruhigt sterben.“
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Genugtuung gegen die Gauchos
Ausgerechnet Argentinien – das Heimatland des paraguayischen Coaches Gerardo Martino. Damit war der 47-Jährige, der in seiner Heimat lange unterschätzt wurde, am Höhepunkt seiner Trainerkarriere angelangt. Unermüdlich arbeitete sich der etwas bullige Übungsleiter, welcher als Aktiver mit einer feinen Technik ausgestattet war und es als Spielmacher bis in das Nationalteam der Gauchos schaffte, Schritt für Schritt die Trainerleiter hoch.
Seit 1998 auf der Trainerbank
1998 bestieg „El Tata“ (auf Deutsch: der Großvater) die erste Stufe, indem er vier Jahre in Argentinien bei kleineren Vereinen wirkte. Zunächst in Liga zwei bei Club Almirante Brown und Platense, anschließend in der Eliteliga bei Instituo. Anschließend zog es den als äußerst bescheiden geltenden Arbeiter in seine jetzige Heimat Paraguay. Dort feierte er zahlreiche Erfolge mit Cerro Porteño und Libertad Asunción. Letztere führte er zum ersten Mal in der Klubgeschichte bis ins Halbfinale der Copa Libertadores.
Februar 2007: die Albirroja ruft
Dies blieb auch dem nationalen Verband nicht verborgen und so wurde Martino im Februar 2007 zu Paraguays Nationalcoach ernannt. Trotz des tollen Angebotes, von dem viele seiner Berufsgenossen zeitlebens vergeblich träumen, konnte sich der Mann, dessen Vorbild Südamerikas Trainerlegende Marcelo Bielsa ist, zu diesem Schritt nur schweren Herzens durchringen. „Bevor ich das Amt als Nationaltrainer angenommen habe, konnte ich sagen, dass ich in dem Bereich arbeite, der mir Spaß macht, nämlich im Fußball. Ich war glücklich. Dabei ist es praktisch unmöglich, im Fußball zu arbeiten und glücklich zu sein. Jetzt ist das schon nicht mehr so. Es hat sich ganz automatisch geändert“, so ein nachdenklicher Albirroja-Coach.
„Staatsfeind Nummer eins“
Vor allem die immense Verantwortung, die man als Coach eines ganzen Landes trägt, macht dem wie Lionel Messi in Rosario aufgewachsenen Martino hin und wieder schwer zu schaffen. So fährt „El Tata“ fort: „Vorher habe ich die Verantwortung für einen Teil der Bevölkerung getragen. Jetzt hängt das Schicksal des ganzen Landes von meiner Arbeit ab. Einerseits bin ich überglücklich, wenn wir gewinnen, andererseits fühle ich mich aber auch für Niederlagen sehr stark verantwortlich. Das geht so weit, dass ich den Leuten auf der Straße nach einem schlechten Ergebnis nicht in die Augen schauen kann. Ich würde das vielleicht so beschreiben: Als ich noch ein Kandidat für dieses Amt war, war ich im Paradies. Sobald ich es übernommen hatte, wurde ich zum Staatsfeind Nummer eins. So drastisch ist das.“ Dennoch fühle er sich in seinem Amt, in dem er beste Arbeitsbedingungen genieße, sehr wohl.
„Ich glaube, danach könnte ich beruhigt sterben“
Vor allem seit jenem 10. September 2009, als es ihm gelang sich als zweites südamerikanisches Land nach Brasilien für die Weltmeisterschaft in Südafrika zu qualifizieren – die insgesamt achte WM-Teilnahme des an Brasilien und Argentinien grenzenden Binnenlandes. Kein Wunder, sagte der als ausgesprochener Taktikfuchs doch bereits im August 2007 gegenüber fifa.com auf die Frage, was es ihm eine erfolgreiche WM-Qualifikation bedeuten würde: „Das wäre das Größte! Ich glaube, danach könnte ich beruhigt sterben.“
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