Ghana: Sammy Kuffour respektiert Kevin-Prince Boatengs Rücktritt

Der ehemalige Bundesligaspieler des FC Bayern München bekundet seinen Respekt zur Entscheidung Boatengs. Gleichzeitig betont er, dass die Türen nicht für immer geschlossen seien.

Von Andreas Weber

Kevin Prince Boateng - Milan (Getty Images)
Getty Images
Mailand. Er ist dir Reizfigur in Deutschland. Spätestens seit dem Tritt gegen Michael Ballack und dem damit verbundenen WM-Aus des Ex-Nationalmannschaftskapitäns, scheiden sich die Geister um die Person Kevin–Prince Boateng. Kürzlich verkündete Boateng nach einem kurzen Intermezzo für die ghanaische Nationalmannschaft seinen Rücktritt aus der selbigen. Nun nimmt ein ehemaliger Spieler des FC Bayern München Stellung zu Boatengs Entscheidung.

Boateng: Physische Beanspruchung zu groß

In Ghanas lokalen Medien zeigt Sammy Kuffour Verständnis für Boatengs Entscheidung, der angab, dass er die Aufgaben, die ihm mit dem AC. Mailand bevorstehen nicht mit einem Engagement in der ghanaischen Nationalmannschaft verbinden könne. Boateng machte seinerzeit vor allem die enorme physische Beanspruchung für seine Entscheidung geltend.

Tür für Boateng steht immer offen

Kuffour sagte den ghanaischen Medien, dass jeder in seinem Leben Entscheidungen trifft, ob sie nun gut oder falsch sind. Auf jeden Fall verurteilt der ehemalige Bayern Spieler Boatengs Schritt nicht. Im Gegenteil. „Ich respektiere ihn für seine Entscheidung“, wird er in den Medien zitiert. Dabei sieht er das Kapitel Nationalmannschaft für den Milan-Star keinesfalls  als beendet an. „Wir sollten die Tür für ihn nicht für immer schließen. Die Tür sollte für ihn immer auf sein“, so Kuffour weiter. Dabei ist er sich sicher, dass Ghana auch diesen Schlag verkraften wird und wieder aufsteht.

Vielfältige Aufgaben warten

Boateng dagegen kann sich nun vollends auf die Aufgaben beim italienischen Spitzenclub konzentrieren, für den er mittlerweile zu einem Führungsspieler gereift ist und sich konstant weiter entwickelt hat. Die Herausforderungen in der Champions-League, in der Meisterschaft sowie im italienischen Pokal stehen als nächstes auf dem Plan. Es gibt also genug zu tun für Boateng. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob er sich nicht doch irgendwann wieder dazu hinreißen lässt, wieder für sein Heimatland aufzulaufen.

Eure Meinung: Was haltet ihr von Kevin- Prince Boatengs Entscheidung, sich ausschließlich auf den AC Mailand zu konzentrieren?

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