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Scolari hat eine Schwäche für Thomas Müller, sieht die DFB-Elf als starke Konkurrenz für seine Brasilianer bei der WM und hat Dante und Gustavo fest im Blick für das Turnier.

Brasilia. Brasiliens neuer Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari will 2014 seine Mannschaft zum WM-Titel im eigenen Land führen. Als großen Konkurrenten sieht er die DFB-Elf. Im Interview mit der Bild am Sonntag lobt er die Arbeit von Joachim Löw und hebt einen Nationalspieler heraus. Zwei Spieler des FC Bayern München können sich Hoffnung auf ein WM-Ticket machen.

Stil der Deutschen hat sich geändert

„Deutschland ist auf jeden Fall ein Favorit auf den Titel. Weil Joachim Löw richtig gute Arbeit abliefert. Er hat den Stil der Deutschen geändert und Technik mit Physis verbunden. Außerdem wird das Team 2014 noch reifer sein“, so Scolari. Ein Nationalspieler gefällt ihm außerordentlich. „Ich muss sagen, dass ich ein Fan von Thomas Müller bin. Ein Super-Fußballer.“ Der Offensivspieler von Bayern München würde auch in der „Selecao“ spielen. „Er könnte überall spielen, und wir könnten ihn mit seiner Torgefährlichkeit und Schlitzohrigkeit auch gut gebrauchen. Seine Spielweise sieht zwar ab und zu etwas unüblich aus, aber Müller macht oft den Unterschied aus. Solche Spieler gibt es nicht häufig.“ Mit dem brasilianischen Kader ist er aber auch zufrieden. „Aber ich will mich nicht beklagen. Ich habe auch Top-Spieler zur Verfügung.“

Besondere Duelle mit Deutschland

Im Duell mit der deutschen Nationalmannschaft konnte er den größten Triumph in seiner Trainerkarriere feiern. 2002 gewann er mit der „Selecao“ gegen Deutschland im WM-Finale. Dagegen verlor Scolari mit Portugal 2006 im Spiel um Platz 3 und 2008 im EM-Viertelfinale gegen die DFB-Auswahl.
„Ich erinnere mich gern an Duelle gegen Deutschland“, gibt er zu. „Die waren immer etwas für die Geschichtsbücher. Und das Land an sich ist ohnehin sensationell, aber das brauche ich Ihnen ja nicht sagen. Die Freundlichkeit und Herzlichkeit 2006 war unvergesslich. Eure Stadien, die Fans, die Lebensumstände. Viel besser geht es nicht.“

Dante und Luiz Gustavo im Fokus

Zwei Brasilianer aus der Bundesliga haben laut Scolari die Chance, bei der WM 2014 dabei zu sein. „Ich schaue jedes Spiel der Bayern in Brasilien, wenn es übertragen wird. Schließlich spielen da Dante und Luiz Gustavo. Gustavo war jetzt länger verletzt, also muss ich mir die Entwicklung anschauen. Und auch Dante werde ich ganz genau beobachten.“

„Weltmeister oder nichts!“

Bereits jetzt herrscht in Brasilien „eine noch nie da gewesene Begeisterung. Die Regierung macht wirklich viel, um die Rahmenbedingungen zu perfektionieren. Alles wird klappen und unsere Fans werden der Welt Liebe und Freude vermitteln. Es wird ein Traum werden.“

Scolari weiß aber auch genau, dass nur der Titel zählt: „Mit Platz drei ist bei uns die Hölle los. Weltmeister oder nichts!“

EURE MEINUNG: Brasilien oder Deutschland - Wer ist stärker?

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