Nach Maradona-Aus: Schlammschlacht geht in nächste Runde
Zu Beginn der Ära sah es nach der großen Liebe aus: Diego Maradona kehrte in die Heimat zurück und sollte Argentinien zu neuem Ruhm führen. Bei der Weltmeisterschaft war dann aber das bittere Aus gegen Deutschland (0:4) der Anfang vom Ende. In dieser Woche musste der Coach gehen und eine Schlammschlacht hat begonnen.
(dew) Berlin. Diego Maradona musste in dieser Woche sein Amt als Nationaltrainer Argentiniens aufgeben. Man konnte sich nicht über einen neuen Vertrag einigen und deshalb sucht nun der Verband einen neuen Übungsleiter. Offenbar ist man sich aber nicht einig, wie das Ganze nun abgelaufen ist. Maradona fühlt sich vom Verband hintergangen, weil er sich von einigem Mitarbeitern trennen sollte, laut seinem neuen Kontrakt. Aber die Verantwortlichen wollen nun damit aufräumen.
Maradona ist enttäuscht
Sie weisen die Vorwürfe von Maradona, wonach er sich „belogen und hintergangen“ fühlt, zurück. Man habe ihm in Südafrika noch einen neuen Vertrag in Aussicht gestellt, dann aber erst nach der Rückkehr nach Argentinien gesagt, dass einige seiner Mitarbeiter nicht weitermachen dürften. Insgesamt hätten angeblich sieben Mitarbeiter den Stab rund um die Nationalmannschaft verlassen müssen, prangert Maradona an. Aber die Verantwortlichen im Verband wollen sich diese Vorwürfe nicht gefallen lassen.
„Er konnte jeden mitbringen“
Verbandspräsident Julio Grondona erklärte umgehend: „Ich habe ihn nie belogen. Ich habe ihm in Pretoria gesagt, dass ich zufrieden bin und dass er bleiben kann. Aber nur unter veränderten Bedingungen.“ Und auch der Generaldirektor Carlos Bilardo wollte nichts von den Entlassungen der Mitarbeiter wissen: „Wir sind ein seriöser Verband. Man kann nicht einfach irgendwelche Freunde zur Arbeit mitbringen. Diego hatte alles, was er wollte. Er konnte jeden mitbringen, bis hin zum Torwarttrainer.“ Man darf gespannt sein, wie lange diese Schlammschlacht noch gefahren wird...
Eure Meinung: Was haltet Ihr von den Vorwürfen Maradonas? Ist es selbstverständlich, dass ein Nationaltrainer seinen Stab frei und uneingeschränkt wählen kann?
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