Auch FIFA für dreiminütige Pause bei Verdacht auf Gehirnerschütterungen

Erst die UEFA und dann die FIFA? "Wir werden das der FIFA-Exekutive so vorschlagen", so FIFA-Chefmediziner Jiri Dvorak zur dreiminütigen Pause.
Zürich. Nachdem der europäische Fußballverband UEFA am Donnerstag die Einführung einer bis zu drei Minuten langen Unterbrechung beim Verdacht auf Gehirnerschütterung bei einem Spieler beschlossen hat, erwägt offenbar auch der Weltverband FIFA, diesem Beispiel zeitnah zu folgen.

"Wir werden das der FIFA-Exekutive so vorschlagen. Ich als Neurologe unterstütze voll, dass die Teamärzte genügend Zeit haben, die Spieler, die unter dem Verdacht einer Gehirnerschütterung stehen, intensiv zu untersuchen", sagte FIFA-Chefmediziner Jiri Dvorak am Freitag beim World Summit on Ethics in Sports in Zürich.

Weiterhin sollten die Trainer dazu verpflichtet werden, dem Urteil der Mediziner in dieser Frage zu folgen: "Letztlich muss der Arzt entscheiden, ob der Spieler zurück auf das Feld geht", so der Tscheche.