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Ukraine-Krise: Präsident Poroschenko sagt Final-Besuch ab

Der ukrainische Staatschef reist nicht nach Brasilien, verhindert somit auch ein Treffen auf neutralem Boden mit einem anderen Präsidenten.

Rio de Janeiro. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko wird aufgrund der Krise in seinem Land nun doch nicht zum Finale nach Brasilien reisen. Dies teilte Poroschenkos Büro in der Nacht zum Sonntag mit. Damit ist auch ein Treffen am Rande des Endspiels mit Russlands Präsident Putin ausgeschlossen.

Poroschenko und Putin hatten ihren Besuch beim Finale zwischen Deutschland und Argentinien am Sonntag in Rio de Janeiro angekündigt. Ursprünglich war vor dem Spiel ein Mittagessen mit der brasilianischen Staatspräsidentin Dilma Rousseff geplant. In dem Zusammenhang war auch über mögliche Gespräche zwischen den beiden Männern spekuliert worden.

Kein Treffen auf neutralem Boden

Zwischen Russland und der Ukraine herrschen seit Beginn der Krimkrise im Februar heftige politische Spannungen. Aktuell spitzt sich die Situation immer mehr zu. In der Ostukraine steht eine Offensive der Armee gegen die Stadt Donezk und die Separatisten bevor, in der Metropole hat bereits eine Massenflucht eingesetzt. Zudem drohte Russland nach einem Beschuss des eigenen Gebietes mit einem militärischen Gegenschlag.

Bundeskanzlerin Angela Merkel, die gemeinsam mit Bundespräsident Joachim Gauck nach Rio de Janeiro reisen wird, will Putin in Brasilien treffen.

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