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Der ehemalige Top-Referee hat bei der Kritik der Schiedsrichterleistungen in Brasilien kein Blatt vor den Mund genommen, es dabei jedoch mit Blatter zu tun bekommen.

Brasilia. Der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Urs Meier sieht durch die schlechten Schiedsrichter-Leistungen bei dieser WM "die Schwachpunkte in der Ausbildung klar aufgezeigt."

Es seien "nicht die 25 besten Schiedsrichter hier", sagte der Schweizer im ZDF: "Sie geben sich alle unheimlich Mühe. Aber wir brauchen Profis, keine Amateure."

Zudem deutete Meier an, dass die Leistung des algerischen Schiedsrichters Djamel Haimoudi im Spiel um Platz 3 zwischen Brasilien und den Niederlanden (0:3) auch aus einem Kopf-Problem resultiert haben könnte. "Diese Spiel will man als Schiedsrichter gar nicht pfeifen", äußerte der 55-Jährige: "Du willst auch als Schiedsrichter das Finale pfeifen und bist enttäuscht und fühlst Dich als Verlierer."

Blatter kritisiert

Haimoudi hatte unzählige Fehlentscheidungen getroffen, beginnend nach wenigen Sekunden, als er nach einem Foul des Brasilianers Thiago Silva an Arjen Robben Gelb und Elfmeter statt Rot und Freistoß gegeben hatte. Das 0:2 resultierte aus einer klaren Abseitsstellung.

Zwischen dem Weltverbands-Präsidenten Joseph S. Blatter und dem Meier hat sich indes ein Kleinkrieg zweier Schweizer entwickelt. "Der Bumerang wird zurückkehren", versprach Urs Meier, ohne seine Andeutung zu konkretisieren.

Blatter hatte seinen Landsmann zuvor wegen seiner häufigen Kritik an den schwachen Schiedsrichter-Leistungen bei der WM in Brasilien ins Visier genommen. "Meier sollte sich besinnen. Am Fernseher zu kritisieren, ist einfach", hatte der 78-Jährige gesagt: "Ich mag die Leute nicht, die im und vom Fußball leben und gleichzeitig auf dem Fußball herumhacken."

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