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Busacca: Rückgang der Gelben Karten liegt an den Spielern

Schiedsrichter-Chef Busacca zieht eine positive Bilanz, was die Leistungen der Unparteiischen bei der WM angeht und rechtfertigt den Einsatz des Final-Schiris Nicola Rizzoli.

Rio de Janeiro. FIFA-Schiedsrichter-Chef Massimo Busacca hat auf einer Pressekonferenz in Rio de Janeiro nochmals bestritten, Anweisungen an die Unparteiischen bei der WM gegeben zu haben, um die Anzahl der Verwarnungen im Turnierverlauf zu reduzieren.

"Es gab keine Anweisung. Dass weniger Gelbe Karten gezeigt wurden, lag an den Spielern, dem entgegengebrachten gegenseitigen Respekt. Der Fußball hat gewonnen", sagte der Schweizer.

In der vergangenen Woche hatte es in Deutschland einen Medienbericht gegeben, wonach Busacca höchstpersönlich die Schiris bei der WM angewiesen habe, mit möglichst wenigen Verwarnungen auszukommen. In der Tat ist die Anzahl der Gelben Karten rückläufig. Der Kolumbianer Juan Zuniga war für das Foul am brasilianischen Star Neymar, das das vorzeitige WM-Aus für das Barcelona-Ass bedeutete, nicht mit einer Gelben oder Roten Karte bestraft worden.

Busacca rechtfertigt Ansetzung des Final-Schiedsrichters

Zuvor hatte die FIFA den Italiener Nicola Rizzoli zum Referee des WM-Endspiels Deutschland-Argentinien am Sonntag bestimmt. "Die Qualität war entscheidend. Du kannst einem Spieler nicht sagen, du darfst das Finale nicht spielen, weil im anderen Team ein Freund steht. Wir können nicht auf diese Details schauen. Er hat so viele Opfer gebracht, da darf man ihm eine verdiente Chance auf das Finale nicht nehmen", sagte Busacca auf die Frage, warum ein europäischer Unparteiischer nominiert wurde. Außerdem gebe es in Argentinien sehr viele Italiener, war moniert worden.

Insgesamt zog Busacca ein positives Fazit der Schiedsrichterleistungen beim WM-Turnier. "Die Schiedsrichter haben sehr hart gearbeitet. Gott war mit uns, ihm möchte ich danken", bilanzierte der aus dem italienisch-sprachigen Teil der Schweiz stammende Busacca, der davon sprach, dass "200 Entscheidungen weniger zu treffen waren als bei der WM 2010 in Südafrika". Es habe außerdem "fast keine" Schauspielereien gegeben. Laut Busacca hat sich außerdem der Einsatz des Freistoßsprays bewährt.

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