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DFB: Niersbach weist Zwanziger-Vorwürfe zurück

Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes weist entsprechende Vorwürfe seines Vorgängers zurück. Dieser hatte im Rahmen des jährlichen FIFA-Kongresses Kritik geäußert.

Frankfurt. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (63) hat sich gegen die Vorwürfe seines Vorgängers Theo Zwanziger (69) entschieden zur Wehr gesetzt. "Nicht nur für mich persönlich, sondern für den gesamten DFB kann ich das aufs Schärfste zurückweisen", sagte Niersbach im Rahmen des 64. Kongresses des Fußball-Weltverbandes FIFA: "Das ist haltlos, unangemessen und kommt von einem Mann, der seit über zwei Jahren in der Isolation lebt."

Zwanziger, auf Funktionärsebene nur noch bis 2015 im FIFA-Exekutivkomitee aktiv, hatte dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung "kein ausreichendes politisches Verständnis" attestiert. Konkret an Niersbach hatte er kritisiert, dass dieser nicht bereit gewesen sein soll, im Rahmen einer Dokumentation zur Ermordung der Deutschen Elisabeth Käsemann 1977 in einem argentinischen Gefängnis Stellung zu beziehen. Dies nannte Zwanziger "schade".

Auch die Zwanziger-Vorwürfe gegen Bundestrainer Joachim Löw wies Niersbach zurück. "Das kann ich nicht gelten lassen, dass der DFB ein schlechtes Bild abgegeben hat", sagte Niersbach: "Da waren sicherlich unglückliche Momente dabei, besonders der Unfall." Im Trainingslager des DFB vor der WM in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli) waren bei einem Werbedreh zwei Personen verletzt worden.

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