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Wer wird der neue Thomas Müller? Die Kandidaten für den Shootingstar der Weltmeisterschaft

Kurz vor dem Turnier werfen wir ein Blick auf vielversprechende Talente, deren Stern in Brasilien trotz wenig Erfahrung auf der großen Bühne aufgehen könnte.

Die Weltmeisterschaft 2014 beginnt in wenigen Tagen. Die 32 besten Nationalmannschaften der Welt kämpfen um den Titel und wollen diesen Sommer unvergesslich machen.

Die Augen sind dabei auf Superstars wie Andres Iniesta, Lionel Messi, Neymar oder Wayne Rooney gerichtet,

Doch bei jedem Turnier gibt es Spieler, die vorher niemand auf dem Zettel hat und die dann wie Phönix aus der Asche aufsteigen. Ein gutes Beispiel dafür ist Thomas Müller: 2010 hatte der damals 20-Jährige erst eine Profisaison beim FC Bayern hinter sich und schoss Deutschland mit fünf Toren zum dritten Platz.

Goal zeigt Euch die Spieler auf, die in seine Fußstapfen treten können. Spieler, die mit nur wenig internationaler Erfahrung in die Endrunde gehen, ihr aber dennoch den Stempel aufdrücken könnten.

ROSS BARKLEY, ENGLAND



Ross Barkley hat erst eine volle Saison in der Premier League als Stammspieler beim FC Everton hinter sich. Doch seine Vorstellungen in der Spielzeit 2013/14 sicherten ihm einen Platz im englischen WM-Kader.

Für gewöhnlich nimmt der 20-Jährige im offensiven Mittelfeld die Position hinter einem Stoßstürmer ein. Er ist stark im Finden von Räumen, ein guter Dribbler und verfügt zudem über einen gefährlichen Schuss aus der Distanz.

Ob er in der Startelf der Three Lions stehen wird, oder sich zunächst mit der Rolle des Jokers zufrieden geben muss, das ist noch nicht klar. So oder so ist er für Roy Hodgson eine Waffe, die gewiss zum Einsatz kommen wird.

NABIL BENTALEB, ALGERIEN



Selbt einige der treuesten Tottenham-Fans wussten mit Nabil Bentaleb nichts anzufangen, als Tim Sherwood den Youngster bei seinem ersten Match als Cheftrainer gegen Southampton auf den Rasen schickte.

Ein paar Monate später bereitet er sich auf seine erste Weltmeisterschaft vor. Er wird sie für Algerien bestreiten, denn er entschied sich gegen sein Geburtsland Frankreich.

Der 19 Jahre alte Teenager bestach bei den Spurs mit seiner Unbekümmertheit. Auch wenn es für den Klub aus Nord-London nicht immer rund lief, war er stets ein Lichtblick.

Bentaleb ist sehr ballsicher und ein echter "Box-to-Box"-Mittelfeldspieler. Sein harter Schuss ist einer seiner großen Vorzüge und er traf im Vorbereitungsspiel gegen Rumänien erstmals im algerischen Dress. Viele Experten bescheinigen ihm eine große Zukunft.

MUHAMED BESIC, BOSNIEN-HERZEGOWINA



Bosnien-Herzegowina wird als gefährlicher Außenseiter gehandelt. Die Mannschaft verfügt über zahlreiche Talente, die kurz vor dem Durchbruch stehen. Zum Beispiel Muhamed Besic, dem auch gleich eine Schlüsselrolle zukommt.

Der 21 Jahre alte defensive Mittelfeldspieler kickte bis 2012 beim Hamburger SV, ehe er die Rothosen unter kontroversen Umständen zu Ferencvaros Budapest verließ. Dort spielt er zwar nicht in einer Topliga, dennoch war er ein Leistungsträger auf dem Weg zur ersten WM-Qualifikation der Bosnier.

Besic stand auch während der beiden beeindruckenden Testspielsiege gegen die Elfenbeinküste und Mexiko jeweils 90 Minuten auf dem Rasen und dürfte seinen Platz damit zementiert haben.

ERIK DURM, DEUTSCHLAND



Erik Durms Nominierung für die Weltmeisterschaft war eine faustdicke Überraschung. Der Dortmunder hat zwar starke Leistungen für den BVB abgeliefert, verfügte aber bis dato über keinerlei Länderspielerfahrung, debütierte aber kurz vor der Nominierungsfrist Ende Mai gegen Kamerun.

Der einstige Angreifer Durm (22) wurde von Jürgen Klopp zum Linksverteidiger umgeschult und auf dieser Position bewährte er sich als Vertreter von Platzhirsch Marcel Schmelzer. Unter anderem überzeugte er gegen Real Madrid und die Bayern.

Einen Einsatz hat er nun für die DFB-Elf auf dem Konto. Er wird hoffen, dass sich in Südamerika einige hinzugesellen.

JOSE MARIA GIMENEZ, URUGUAY



Wenn es um Uruguay geht, dann werden zuerst die Namen der famosen Offensive um Edinson Cavani, Diego Forlan und Luis Suarez genannt. Es wäre aber töricht, den WM-Vierten von 2010 auf dieses Trio zu beschränken.

Unter anderem haben die Uruguayer auch Atletico Madrids Star Diego Godin in ihren Reihen und auch dessen etwas weniger bekannten Klubkameraden Jose Maria Gimenez.

Der 19-jährige Abwehrspieler ist in der kuriosen Situation, dass er im vergangenen Jahr häufiger für sein Land als für seinen Klub auflief. Bei der Form, die Diego Simeones Viererkette allerdings an den Tag legte, ist das auch nachvollziehbar.

Gimenez ist enorm schnell und kann sowohl auf der Position des Rechtsverteidigers, als auch im Abwehrzentrum aufgeboten werden. 2013 erreichte er mit Uruguay das Finale der U-20-WM, nun will er Ähnliches auch bei den Senioren schaffen.

JULIAN GREEN, USA



Im Profikader des FC Bayern spielte Julian Green bislang noch keine Rolle. Dennoch war seine Personalie im Frühjahr in den Staaten von kritischen Tönen begleitet: Der in Florida geborene und in Deutschland aufgewachsene Angreifer entschied sich, künftig für die USA aufzulaufen und nicht auf seine Chance beim DFB zu warten.

Diese Entscheidung wurde mit der Nominierung für den WM-Kader belohnt. Auch das wurde heiß diskutiert, denn Green erhielt den Vorzug gegenüber dem langjährigen Star der USA, Landon Donovan.

Ein ausführliches Green-Porträt findet Ihr HIER!

CIRO IMMOBILE, ITALIEN



Während der abgelaufenen Saison erklomm Ciro Immobile immer neue Höhen und nun will er bei der Weltmeisterschaft einen weiteren Schritt nach vorne machen.

In Diensten Torinos beendete er die Spielzeit in der Serie A überraschend als Torschützenkönig und empfahl sich damit nicht nur für die WM, sondern auch für einen millionenschweren Wechsel zu Borussia Dortmund.

In Brasilien wird Immobile, der noch nicht in der Champions League oder Pflichtspielen der Nationalmannschaft auf dem Platz stand, also erstmals im Scheinwerferlicht der großen Öffentlichkeit stehen. Eine perfekte Gelegenheit, seine famose Entwicklung zu präsentieren.

STEFAN DE VRIJ, NIEDERLANDE



Die Niederländer versprühen in der Regel immer Flair im Spiel nach vorne. Sie verfügen traditionell über herausragende Angreifer. Die offensive Spielweise und der Mangel an wirklich erstklassigen Verteidigern rächte sich aber ebenso häufig auch bei großen Turnieren.

2014 gelten dieselben Sorgen. Allerdings gibt es bei Oranje eine neue Generation und Spielern wie Stefan de Vrij wird zugetraut, das zu ändern. Seit Jahren hat er diverse Junioren-Auswahlmannschaften durchlaufen und nun auch den Durchbruch in der A-Mannschaft geschafft.

Der 22 Jahre alte Verteidiger ist in Louis van Gaals neuer Fünferkette gesetzt und will sich mit starken Vorstellungen für einen Topklub empfehlen. Denn, dass er nach der WM wechselt, gilt als sicher.

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