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Der Franzose kündigte am Montag an, bei der Wahl zum Präsidenten des Weltverbandes in 16 Monaten kandidieren zu wollen. Er möchte die FIFA demokratischer gestalten.

London. Der erste Kandidat für die Wahl zum neuen FIFA-Boss im Jahr 2015 ist Jerome Champagne. Der 55-jährige war bis 2010 stellvertretender Generaldelegierter unter dem aktuellen Präsidenten Joseph Blatter gewesen. Champagne sehe sich nicht als "Blatters Torpedo", der Michel Platini schaden solle, erklärte er in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

"Ich verteidige meine Ideen und fordere eine Debatte", fügte der Franzose hinzu. "Wir brauchen eine starke FIFA. Die nahe an den Menschen ist, Glaubwürdigkeit und Transparenz vermittelt und vor allem den Nationalverbänden in aller Welt dient. Die Präsidentenwahl wird darüber entscheiden, welchen Fußball wir in den nächsten zehn oder 15 Jahren haben werden."

Champagne kritisierte mitunter die ungleiche finanzielle Verteilung zwischen den Kontinentalverbänden und den Klubs in Europa. Von der korrupten Vergangenheit des Weltverbandes distanzierte er sich. Der Kandidat forderte mehr Demokratie.

Mehr Demokratie in der FIFA

Diese möchte er mit Veränderungen der Wahlstruktur und gleichmäßigen Machtverteilung auf die einzelnen Kontinente erreichen. Europa verfüge mit 54 Nationalverbänden über acht Sitze im FIFA-Vorstand, wogegen Afrika und Asien "nur auf vier Vertreter" kommen. Die "wichtigsten Interessengruppen wie Spieler, Vereine und Ligen" wolle der frühere Diplomat "in die Entscheidungen einbinden."

Die FIFA habe zudem "ein Demokratieproblem. Herr Obama bestimmt seine Minister, wenn er gewählt wird. Auch Frau Kanzlerin Merkel stellt ihr Kabinett zusammen. Bei der FIFA wählen die 209 Nationalverbände den Präsidenten, der kann seinen Vorstand aber nicht berufen. Dessen Mitglieder werden von den einzelnen Erdteil-Konföderationen wie der UEFA bestimmt, die dann meist ihren eigenen Interessen nachgehen. Der Präsident steht da ziemlich alleine", betonte Champagne.

EURE MEINUNG: Hätte ein Sieg von Champagne bei der Wahl 2015 einen positiven Effekt auf die FIFA?

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