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Der Menschenrechtsausschuss des Europäischen Parlaments hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) und deren Präsidenten, den Franzosen Michel Platini, kritisiert.

Anlass der Kritik ist die unbegründete Ablehnung des Franzosen zweier Terminvorschläge des Gremiums für eine Anhörung in Brüssel zum Thema Sport und Menschenrechte vor dem Hintergrund der umstrittenen Vergabe der WM 2022 an Katar. An der Anhörung werden auch Vertreter des Weltverbandes FIFA teilnehmen.

"Ich war sehr erstaunt von der Antwort und finde sie beschämend. Anscheinend sind menschenrechtspolitische Fragen für die UEFA nicht wichtig", sagte Barbara Lochbihler, die Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses, der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. In dem Antwortschreiben, das der Zeitung vorliegt, führt Platini an, nicht "verfügbar" zu sein.

"Ich vermute, dass sich die UEFA gestört fühlt von einer Einrichtung wie dem Europäischen Parlament. Es zeigt auch, dass sich der Verband nicht mit dem Thema auseinandergesetzt hat oder nicht auseinandersetzen will", sagte Lochbihler.

Und weiter: "Ich werde Herrn Platini nochmals anschreiben und begründen, wie wichtig es wäre, dass die UEFA als europäischer Akteur bei der Anhörung vertreten ist."



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