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Während die Wahl von Thiago Silva und Ibrakadabra nachvollziehbar ist, hat es bei der Weltelf erneut einige rätselhafte Nominierungen gegeben.

KOMMENTAR
Von Peter Staunton

Bayern München fertigte auf dem Weg zum Triple den FC Barcelona nach Hin- und Rückspiel in der letzten Ausgabe der Champions League mit 7:0. Und dennoch haben die Katalanen offenbar weiter mehr Gewicht: Mit vier Akteuren sind sie in der World XI vertreten, während der deutsche Rekordmeister "nur" drei Spieler stellt.

Erneut zeigt sich, dass der Fußball stark an Spanien hängt: Egal, ob es die Wahl zum Weltfußballer ist oder eben die Weltelf, der Fußball beginnt und endet zwischen Alicante und Valladolid. Genauer gesagt, zwischen Madrid und Barcelona.

Knapp 45.000 Spieler haben ihre Stimme abgegeben. Während viele Entscheidungen nachvollziehbar sind, gibt es auch dieses Jahr einige umstrittene. Xavi hat sich seinen Platz etwa mit guter Form und nicht durch seinen Ruf erarbeitet. Dani Alves fand dagegen ob durchschnittlicher Vorstellungen unerwartet einen Platz.

45.000 Stimmen wurden abgegeben

"Es ist etwas Besonderes. Wichtig ist, dass man von anderen Spielern gewählt wurde. Sprich von Personen, die auch wirklich wissen, wovon sie sprechen. Personen, die wissen, wie schwierig Fußball ist und wie hart es ist, in einer Welt zu gewinnen, in der jeder gut spielt", erklärte Alves.

Neben ihm wurde mit Sergio Ramos ein weiterer Profi aus der Primera Division gewählt, mit dem zuvor nicht zu rechnen war. Reals Abwehrchef verdiente sich vor einem Jahr den Platz in der Weltelf mit Erfolgen in der Liga und bei der EM, doch diesmal können nur die Wenigsten verstehen, wieso der zuletzt auffällig flattrige Spanier in die Defensive gewählt wurde.



Real Madrid und Barcelona sind weiterhin zwei spektakuläre Vereine, die in jeder Kategorie immer wieder zu den Top-Adressen gehören. Während aber Lionel Messi und Cristiano Ronaldo alljährlich mit überragenden Leistungen glänzen, trifft das nicht unbedingt auf eine Vielzahl ihrer Mitspieler zu. Es gibt viele Kandidaten, die eine Erwähnung deutlich mehr verdient hätten. Überwiegend Akteure vom FC Bayern.

"Die haben so viele Titel gewonnen, vielleicht sogar auch den wichtigsten Titel von allen, also ist es normal, dass sie Spieler haben, die eine Chance auf die Auswahl hätten'', so Alves gegenüber Goal. ''Mein Jahr war ziemlich konstant und ich habe Trophäen gewonnen. Wenn es aber ein Spieler von den Bayern auf meiner Position wäre, dann hätte er es sich auch verdient gehabt."

Dante statt Ramos!

Manuel Neuer und Franck Ribery sind mehr als verdient in der Weltelf zu finden. Doch warum wurde Philipp Lahm auf die Position des linken Außenverteidigers gewählt, obwohl er seit langer Zeit auf der rechten Seite spielt? Ein Tausch von Alves und David Alaba würde wohl mehr Sinn machen.

Zudem sollte Dante anstelle von Ramos in der Abwehrzentrale aufgeboten werden. Der Brasilianer hat eine wesentlich besseres Jahr gespielt und bewiesen, dass er ein kompletter, moderner Defensivspieler ist. Trotz umstrittener Entscheidungen gab es auch nachvollziehbare. So wurden das PSG-Duo Zlatan Ibrahimovic und Thiago Silva nach bestechenden Leistungen mit einem Platz belohnt. Sie gehörten auf ihren Positionen zu den Besten der Welt.

Eine Fußballwelt, in der Nicklas Bendtner nie von Andrey Arshavin gehört hat, bis dieser zu Arsenal kam, in der Mario Balotelli nicht weiß, wer Jack Wilshere ist, hat neuerlich bewiesen, dass es nicht immer die Spieler sind, die die kompetenteste Meinung vertreten.


 
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