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Der neue Bundesentwicklungsminister bemängelte, dass der große Glanz einer WM und die Armut in der Bevökerung des Ausrichterlandes in zu großem Gegensatz zueinander stehen.

Köln. Der neue Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (58) hält die Vergabe der Weltmeisterschaft 2022 an Katar für einen Fehler. "Ich hätte die WM nicht nach Katar vergeben", sagte der CSU-Politiker der Passauer Neuen Presse.

"Auf der einen Seite ein vierwöchiges Spektakel, auf der anderen Seite die Verarmung der Bevölkerung - das passt nicht", sagte Müller.

Zentrale Menschenrechtsfragen seien in Katar weiter ungeklärt. Den Fußball-Weltverband FIFA und das Emirat forderte Müller auf, ihrer sozialen Verantwortung gerecht zu werden "und beim Milliardenspektakel Fußball-Weltmeisterschaft nicht nur klimatisierte Stadien zu bauen, sondern im Rahmen eines Entwicklungsprojekts tausend Fußballplätze in Afrika, Asien und Lateinamerika zu finanzieren".

Verwechslung mit Bomber der Nation 

Auf seine Verwechslung mit dem gleichnamigen Fußball-Weltmeister jüngst in der türkischen Zeitung Hürriyet reagierte Gerd Müller humorvoll: "Mit dem 'Bomber der Nation' verwechselt zu werden, ist doch ausgesprochen sympathisch." Er wolle versuchen, sowohl das zehn Jahre ältere Fußball-Idol als auch Bayern München "für weitere Entwicklungsprojekte zu gewinnen". 

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