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Die europäische Polizei-Behörde untersucht zur Zeit circa 300 verdächtige Spiele und hat russische Mafia-Gruppen und den westlichen Balkan im Visier.

Den Haag. Die europäische Polizei-Behörde Europol hat bei der Bekämpfung von Wettbetrügern im internationalen Fußball die Jagd auf die Russen-Mafia und weitere illegale Syndikate in Osteuropa eröffnet. "Wir haben jetzt damit begonnen, die Umstände bei 300 weiteren verdächtigen Spielen zu untersuchen. Es gibt begründeten Verdacht gegen Gruppen der russischen Mafia, und wir beobachten das organisierte Verbrechen auf dem westlichen Balkan", sagte Europol-Chef Rob Wainwright im Interview mit einer englischen Zeitung.

Wainwrights Behörde hatte im Februar den nach eigenen Angaben größten Wettskandal der Fußball-Geschichte publik gemacht. Europol hielt dabei nach umfassenden Ermittlungen zu 380 manipulierten Begegnungen den Beweis für erbracht an, dass das organisierte Verbrechen den Fußball unterwandert hat.

Als Drahtzieher der Machenschaften, die auch den Fußball in Deutschland erreicht hatten, nannte Wainwright damals Hintermänner in Asien.

Wainwrights Hinweise nach Osteuropa sind besonders hinsichtlich der Russen-Mafia brisant. Das Heimatland dieser Wettbetrüger ist 2018 Gastgeber der übernächsten WM-Endrunde.

EURE MEINUNG: Kann ein Wettbetrug in diesem Ausmaß überhaupt lückenlos aufgedeckt werden?

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