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Die FIFA will Vertrauen zurückgewinnen. Wie die Süddeutsche Zeitung nun berichtet, besteht dabei weiter Nachholbedarf. In der FIFA seien Frauen in hohen Ämtern nicht erwünscht.

Zürich. Der Weltfußballverband FIFA muss sich den Vorwurf des Sexismus gefallen lassen. Ein weibliches Mitglied der Reformgruppe der FIFA berichtete der Süddeutschen Zeitung von einem Vorfall hinsichtlich der Ämtervergabe in der neuen Ethik-Kommission.

Alexandra Wrage, Vorsitzende der Anti-Korruptions-Organisation TRACE und Mitglied der FIFA-Reformgruppe IGC (Independent Governance Committee) behauptet, dass ein „hoher Bediensteter“ ihr gegenüber erwähnt habe, dass „eine Frau für eine der beiden Spitzenpositionen in der neuen Ethik-Kommission inakzeptabel ist“.

„Nicht unabhängig im Sinne des gesunden Menschenverstandes", bezeichnete die Kanadierin zudem die Arbeit der 2011 installierten IGC. Ein großer Teil der Mitglieder der FIFA-Reformgruppe sei zu sehr in den Fußball involviert.

Wrage: Glaubwürdigkeit der FIFA noch nicht zurück

„Eine Organisation wird nicht glaubwürdig, indem sie einfach Transparenz ankündigt. Transparenz muss geschaffen und gefördert werden“, hält Wrage auch das allgemeine Vertrauen in die FIFA für noch nicht wiederhergestellt.

Das IGC-Mitglied sieht außerdem die Gefahr, die Reform und Neustrukturierung der FIFA könne durch das Wirken der alten und korrupten Kader versanden: „Die Sorge ist immer, dass so ein Projekt so endet, dass nur die Liegestühle auf der Titanic umgruppiert werden. Dass es kosmetische Verbesserungen ohne echte Veränderung gibt."

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