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Der Geschäftsführer des BVB hält den FIFA-Präsidenten für nicht mehr haltbar. Deswegen sollte sein Mitwirken im Schmiergeldskandal untersucht werden und er die Konsequenzen ziehen.

Dortmund. Der Geschäftsführer von Borussia Dortmund, Hans-Joachim Watzke, zählt den aktuellen FIFA-Präsidenten Sepp Blatter an und fordert ihn auf, sein Amt als Oberhaupt des Fußballverbandes niederzulegen. Der Imageschaden ist bereits jetzt schon gewaltig.

Nicht alleine

Der 53-Jährige ist nicht die einzige Person, der diese Forderung öffentlich macht. Er schließt sich der Reihe von Verantwortlichen aus dem deutschen Fußballgeschäft an. „Ich schließe mich den Rücktrittsforderungen von Reinhard Rauball an. Der Präsident des Ligaverbandes hat an Blatter appelliert, dass er sein Amt schnellstmöglich niederlegen solle“, so Watzke im Interview mit dem Focus.

Noch eine Wahl

In seinen Augen steht nicht zur Disposition, ob er abtritt, sondern wann und auf welche Weise. „Entweder geht er aus freien Stücken. Die zweite Möglichkeit ist, dass ihm das Exekutivkomitee das Misstrauen ausspricht.“

Schaden enorm

Der BVB-Geschäftsführer weiß auch, warum das FIFA-Exekutivkomitee noch auf der Seite des Schweizers steht. Denn der 76-Jährige hat den Weltfußballverband dorthin gebracht, wo er aktuell steht. Dieser Verdienst wird ihm zu Gute gehalten. „Sie dürfen nicht vergessen, was Blatter wirtschaftlich aus der FIFA alles herausgeholt hat. Das vergessen die Leute nicht“, sagte Watzke im Focus.

Gespaltene Lager

Auch, dass Uneinigkeit in Deutschland zwischen DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Dr. Reinhard Rauball herrscht, ist für Watzke nicht ungewöhnlich. „Es steht nirgendwo geschrieben, dass der DFB und die DFL immer einer Meinung sein müssen. Ich glaube auch gar nicht, dass beide so eine unterschiedliche Meinung zu dem Thema haben. Rauball hat Blatter angerufen und ihm den Rücktritt nahegelegt. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach ist diplomatischer – vor allem deswegen, weil er ständig mit der FIFA zusammenarbeiten muss.“

Sein Fazit zu der gesamten Situation fällt vernichtend aus: „Nichtsdestotrotz glaube ich, dass die FIFA begriffen hat, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Schließlich ist der Imageschaden immens.“

Ehrungen entziehen

Doch einige Politiker fordern noch mehr als nur den Verlust des Präsidentenamtes. Sie wollen, dass der DFB dem Schweizer die Ehrenmitgliedschaft entziehen. Sie gehen sogar noch eine Schritt weiter und fordern den Bundespräsidenten Joachim Gauck dazu auf, dem Fußballfunktionär das Bundesverdienstkreuz abzuerkennen.

Auch zu diesen Forderungen bezieht Watzke im Focus Stellung: „Wir sollten erst mal abwarten, ob Blatter – und wenn, wie tief – in den Schmiergeldskandal verwickelt ist. Wenn er es sein sollte, dann ist die Antwort auf die Frage klar.“

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