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Der Bayern-Präsident kann sich eine erneute Kandidatur nach den Vorfällen der letzten Tage nicht vorstellen und stellt den FIFA-Präsidenten in Frage.

München. Der Präsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß, hat sich auf einer Benefizveranstaltung über Joseph Blatter geäußert. Dabei gab er eine Einschätzung der derzeitigen Situation des FIFA-Präsidenten ab und schließt eine erneute Kandidatur von Blatter aus.

Blatter steht vor schwierigen Zeiten

Der 60-Jährige kritisiert in einem Interview mit der tz den Schweizer für seine schwammige Politik. So sagte Hoeneß: „Ich denke nicht, dass sich die Situation für ihn sehr beruhigen wird. Was er da heute wieder vorgestellt hat beim Kommitee, das ist ja nicht einmal das Papier wert. Eine Neuanfang in diesem ganzen Verband geht nur ohne ihn - und sonst gar nicht.” Damit positioniert sich Hoeneß klar gegen das weitere Vorgehen von Joseph „Sepp” Blatter in der Korruptionsaffäre.

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Ergebnis
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0:1
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0:4
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FC Bayern - VfL Wolfsburg (26.7)  
FC Bayern - Werder Bremen (4.8.)  
SG Großaspach - FC Bayern (8.8.)
 
FC Bayern - Borussia Dortmund (12.8.)
 
Hoeneß glaubt an baldigen Abschied von Blatter

So ist es auch nicht verwunderlich, dass der ehemalige Manager des FC Bayern München auch eine Ablösung des FIFA-Präsidenten fordert, um einen Neuanfang voranzutreiben. Hoeneß sagte dazu: „Ich denke, die Luft wird sehr, sehr dünn für Herrn Blatter. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er seine Amtszeit übersteht - geschweige denn, was er vorhat, nochmal zu kandidieren. Das wäre ja der Witz des Jahres!”

Das System Blatter

Dass sich der Präsident des Weltfußballverbandes trotz diverser Skandale so lange halten konnte, kann sich Hoeneß auch erklären. Für ihn ist es ein Kreislauf, der von Blatter in Gang gesetzt wurde und der sich nun auch nicht durch die eigenen Mitarbeiter wieder durchbrochen werden kann.

So erklärte Hoeneß: „Er hat Leute um sich geschart, die er abhängig gemacht hat von sich, und von denen konnte er nicht erwarten, dass sie ihn attackieren. Das werden sie auch weiterhin nicht tun. Das muss von außen kommen.” Und weiter: „Man kann nicht erwarten, dass die, die jahrelang vom System Blatter profitiert haben, jetzt das Messer reinstoßen. Ich persönlich sehe für ihn keine große Chance zu überleben.”

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