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DFB-Präsident Niersbach; „Gut, dass Blatter die Dinge zurechtgerückt hat“
In einer Pressekonferenz äußerte sich der DFB-Präsident zum FIFA-Bestechungsskandal und speziell zum Statement Blatters, der Anschuldigungen gegen Deutschland zurückgezogen hatte.
Frankfurt. Es geht derzeit hoch her bei der FIFA, nachdem einmal mehr Dokumente an die Öffentlichkeit gelangt waren, die den Weltverband im Zusammenhang mit der Marketingfirma ISL in die Nähe von Korruption rücken. FIFA-Boss Sepp Blatter hatte im Zuge der Berichterstattung indirekt einen Vorwurf in Richtung Deutschland gerichtet, dass die Vergabe der WM 2006 ebenfalls nicht mit rechten Dingen zugegangen sein könnte – das zog er kurz darauf in einem offenen Brief in der Bild zurück.„Erste Reaktionen falsch“
Nachdem sich Niersbach jegliche der Vorwürfe verbeten hatte, nahm er nun Stellung zu Blatters jüngsten Aussagen: „Ich bin froh, dass er die Dinge zurechtgerückt hat und nichts unterstellen wollte“, so der langjährige DFB-Funktionär bei einer Pressekonferenz. Weiter: „Blatters erste Reaktionen waren total falsch. Seine letzte Reaktion (der offene Brief, d. Red) wäre schon letzte Woche angebracht gewesen!“
Die geplante Einrichtung einer Ethikkommission, die den Fall um die Korruptionsvorwürfe und den Zahlungen der FIFA aufklären soll, begrüßt er: „Die Ethikkommission hat den klaren Auftrag, die Dinge mit der ISL zu untersuchen, das ist der richtige Weg. Es ist gut, dass die Vergangenheit aufgeklärt wird.“
Deutscher in FIFA-Ethikkommission
In diese Ethikkomission wurde auch ein deutscher Richter berufen: Joachim Eckert soll unter anderem die Reformen innerhalb des Verbands weiter vorantreiben. Einen Rücktritt Blatters, wie ihn auch DFL-Präsident Rauball gefordert hatte, schloss dieser selbst aus: „Über die Position des Fifa-Präsidenten kann nur der Kongress entscheiden“, so Blatter und erhält Rückendeckung von Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger, der laut der Süddeutschen Zeitung am Rande einer Sitzung sagte: „Aus Sicht der FIFA-Exekutive ist er absolut tragbar. Der Reformprozess wäre gar nicht weitergegangen ohne ihn.“
So sah es letztlich auch Niersbach: „Es wird keine Initiative des DFB zu einem Rücktritt geben. Er kann nur vom Kongress abgewählt werden. Und er kann nur von sich aus eigene Konsequenzen ziehen.“ Daher ist es wohl wahrscheinlich, dass der Schweizer noch eine Weile im Amt bleiben wird – und auch diesen Sturm unbeschadet übersteht – solange ihm auch die DFB-Oberen weiterhin die Treue halten.
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